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Viernheim: Bombenleger arbeitete in Munitionslager

Brisanter Fund: Der mutmaßliche Bombenleger aus Südhessen hortete in seiner Wohnung offenbar große Mengen an Sprengstoff und Waffen. Der ehemalige Wachmann in einem Munitionsdepot hantierte unter anderem mit TNT und Granaten.

Der am Donnerstag gefasste Bombenleger aus Viernheim hat den Sprengstoff möglicherweise bei seiner früheren Tätigkeit als Wachmann eines Munitionslagers in der Stadt gestohlen. Das teilte die Polizei am Nachmittag auf einer Pressekonferenz mit. Der 44-jährige Gas- und Wasserinstallateur hatte am Mittwochmorgen bei seinen Anschlägen auf zwei Wohnhäuser im baden-württembergischen Weinheim und in Viernheim Sprengstoff und Handgranaten sowie eine automatische Schusswaffe benutzt.

Wie die Polizei weiter mitteilte, hatte er in seiner eigenen Wohnung Sprengstoff-Fallen aufgebaut. Wären diese explodiert, wäre von dem Haus nicht viel übrig geblieben, erklärten die Ermittler. Für die Nachbarn bestand demnach Lebensgefahr. Sie können laut Polizei erst am Freitag im Lauf des Tages in ihre Wohnungen zurückkehren.

Sprengstoff- und Waffennarr

Die Kripo bezeichnete den geschiedenen, allein lebenden Mann als Sprengstoff- und Waffensammler. Bei den telefonischen Verhandlungen habe er von Mietstreitigkeiten, Zahlungsausständen von Kunden und seinen Pfändungen gesprochen. Ein Gerichtsvollzieher hätte ihn am Mittwoch aufsuchen sollen. Dies könne aber nur der Auslöser der Anschläge sein, betonte die Polizei. Der gesamte Plan des Täters habe auch andere Gründe. Der 44-Jährige stand den Angaben zufolge bei den Anschlägen nicht unter Alkoholeinfluss.

Der 44-Jährige hatte sich am Donnerstagmorgen nach mehr als 24 Stunden Belagerung durch die Polizei ergegeben. Gegen 10 Uhr war er mit erhobenen Händen aus dem viergeschossigen Haus gekommen, in dem er sich verschanzt hatte.

Erheblicher Sachschaden

Der Mann soll am Mittwochmorgen mehrere Sprengsätze an einem benachbarten Einfamilienhaus in Viernheim gezündet haben. Ein 32 Jahre alter Familienvater erlitt leichte Verletzungen, als er eine Scheibe einschlug, um sich mit seiner 31 Jahre alten Frau und seinen beiden Kindern ins Freie zu retten. Etwa eine Stunde zuvor soll der Bombenleger im rund acht Kilometer entfernten Weinheim in Baden-Württemberg eine Handgranate an einem Haus gezündet haben - nachdem er vergeblich versucht hatte, ein Kilogramm Sprengstoff TNT auf dem Balkon des Mehrfamilienhauses zur Explosion zu bringen. Das Haus stand leer, weil die Familie im Urlaub ist. An beiden Häusern verursachte er erheblichen Sachschaden. Als Motiv haben wohl Geldsorgen eine Rolle gespielt.

In Viernheim war der als Militärfan bekannte Mann am Mittwochmorgen nach seinen Anschlägen mit Gasmaske und Tarnanzug bekleidet in seine Wohnung in dem mehrstöckigen Wohn- und Geschäftshaus geflüchtet. Als er sich ergab, trug er ein olivfarbenes T-Shirt und eine Bermuda-Shorts im Tarn-Look.

DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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