HOME

Vom Dienst suspendiert: Polizist bei Sex in der Kirche erwischt

Du sollst Deinen Nächsten lieben - dieses christliche Gebot hat ein Polizist aus Bayern offenbar zu wörtlich genommen. Der 26-Jährige wurde in der Pfarrkirche von Rennertshofen beim Sex mit einer Unbekannten erwischt. Besonders pikant: Der Liebesakt fand während der Morgenandacht statt.

Sex beim Rosenkranzgebet: Wegen eines Schäferstündchens mit einer Frau in einer bayerischen Kirche muss ein junger Polizist um seinen Job bangen. Der 26-Jährige sei nach Bekanntwerden des Vorfalls am Neujahrsmorgen sofort vom Dienst suspendiert worden, bestätigte ein Polizeisprecher am Montag entsprechende Medienberichte. Das Pärchen hatte sich ausgerechnet während der Morgenandacht lautstark auf der Empore der barocken Pfarrkirche von Rennertshofen in Oberbayern vergnügt.

Nachdem die etwa 25 Gottesdienstbesucher die eindeutigen Geräusche gehört hatten, stieg eine Frau auf die Orgel-Empore der Kirche aus dem 18. Jahrhundert. Dabei ertappte sie das Paar in flagranti. Der Polizist und seine Gespielin verließen eilends das Gotteshaus. Der junge Mann wurde jedoch noch von Zeugen erkannt. Die Frau zog sich rasch eine Mütze über den Kopf und konnte zunächst nicht identifiziert werden.

Pärchen droht bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe

Pfarrer Nikolaus Maier erstatte Anzeige wegen Störung der Religionsausübung. "Es ist bedauerlich, dass jemand so jeden Haltes beraubt ist, dass er so etwas tun kann", kommentierte er den Vorfall Medienberichten zufolge in einer späteren Predigt.

Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Bei einer Verurteilung drohen dem Pärchen im schlimmsten Fall Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren. Wie lange der Mann vom Dienst suspendiert bleiben wird, sei noch unklar und hänge vom Ausgang des Strafverfahrens ab, sagte ein Polizeisprecher.

"Die Suspendierung war erstmal eine Sofortmaßnahme und soll ein deutlicher Fingerzeig sein", erklärte der Sprecher. "Das Vertrauen zu dem Kollegen ist natürlich erheblich beeinträchtigt und sein weiterer Dienst zunächst einmal nicht erwünscht."

DPA / DPA
Themen in diesem Artikel