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Gerichtsurteil gegen Schweizerin: Wie sich eine Wärterin in einen Vergewaltiger verliebte und ihn befreite

Ihre Geschichte bewegte die Schweiz: Eine Gefängniswärterin befreite aus Liebe einen zweifachen Vergewaltiger, sie flohen nach Italien und wurden gefasst. Jetzt erhielt sie eine milde Strafe.

Angela Magdici befreite den Vergewaltiger Hassan Kiko aus dem Gefängnis

Für ihre große Liebe, den Syrer Hassan Kiko, gab Angela Magdici ihre bisheriges Leben auf und riskierte sogar eine Gefängnisstrafe

Am Ende der Gerichtsverhandlung flossen bei der früheren Gefängniswärterin Angela Magdici die Tränen. Mit zitternder Stimme entschuldigte sie sich bei ihrer Familie und ihren früheren Arbeitskollegen für das, was sie getan hatte. "Wir wollten eben zusammen sein", sagte sie. Alles sei aus Liebe geschehen. Sie habe nie die Berufsehre in den Dreck ziehen wollen, sondern ihren Job gerne ausgeübt.

Die 33-Jährige hatte vor einem Jahr den Vergewaltiger Hassan Kiko aus dem Gefängnis im schweizerischen Limmatal befreit und war mit ihm bis zu ihrer Festnahme nach Italien geflohen. Ein Gericht verurteilte sie jetzt deswegen zu 15 Monaten auf Bewährung - eine milde Strafe. Die Staatsanwältin hatte 27 Monate gefordert, davon sieben in Haft.

Die Flucht sorgt in der Schweiz für Aufsehen

Die Geschichte der Flucht hatte die Schweizer im vergangenen Jahr aufgewühlt. Wie kann sich eine Frau in einen zweifach verurteilten Vergewaltiger verlieben? Ihm sogar zur Flucht verhelfen? Warum gibt sie ihr bisheriges Leben auf? Und warum konnte die Schweizer Polizei die beiden nicht fassen?

Über ihre Flucht sagte Magdici in einem TV-Interview: "Ich habe gewusst, was ich mache." Sie habe ihm helfen wollen, weil sie das Urteil gegen ihren Geliebten als ungerecht empfunden habe. Kiko sitzt eine vierjährige Haftstrafe wegen Vergewaltigung einer 15-Jährigen ab. Er hatte immer behauptet, der Sex sei einvernehmlich gewesen und das Mädchen hätte sich als 19-Jährige ausgegeben. Madigici gab zu, dass sie auf andere Weise für den Syrer hätte kämpfen sollen. Seinen Fall an die Öffentlichkeit bringen. Sie glaubt, dass dann deutlich geworden wäre, wie ungerecht er behandelt worden sei.

Im Februar des vergangenen Jahres hat Magdici diese Einsicht noch nicht. Die offenbar spontane Flucht ist ziemlich einfach. Magdici spaziert mit ihrem Geliebten einfach aus dem Gefängnis. Sie hat den Generalschlüssel, der zweite Wächter schläft. 1400 Franken haben sie dabei und wollen in Italien gemeinsam ein neues Leben beginnen. "Wir wollten dort arbeiten und versuchen, Fuß zu fassen. Wir waren so naiv, dass wir glaubten, es ohne Papiere zu schaffen", sagte die Schweizerin jetzt vor Gericht. 

Angela Magdici verteidigt ihre Liebe

In der Schweiz sorgt die Flucht für Aufruhr. Die Boulevardmedien fallen über das Paar her, vor allem Magdici wird scharf kritisiert. Ein Mitinsasse Kikos berichtet: "Angela fiel voll auf ihn herein." Ihr Ex-Ehemann Vasile Magdici erzählt damals, dass sie sich wegen des Syrers von ihm getrennt habe. "Sie steht wohl auf kriminelle Männer, wahrscheinlich war ich ihr zu lieb“, sagt er.

In ihrer Not veröffentlichen die Flüchtenden ein verwackeltes Video aus ihrem kargen Liebesnest in Norditalien. Magdici versucht darin, ihre Tat zu verteidigen: "Hassan ist der Mann meines Lebens. Noch nie lernte ich einen so ehrlichen, gefühlvollen und lustigen Menschen kennen", sagt sie über ihn. Sie übt Kritik an den Medien, insbesondere an der Zeitung "Blick" für die reißerische Berichterstattung. Kiko berichtet in gebrochenem Deutsch von angeblichen Misshandlungen im Gefängnis. 

Das Video wird den Verliebten zum Verhängnis. Es führte die italienische Polizei auf ihre Spur, sie wurden verhaftet und an die Schweiz ausgeliefert. Kiko kommt wieder ins Gefängnis und gibt Ende Dezember bekannt, dass die beiden heiraten wollen. Magdici hat mittlerweile wieder einen Nacht-Job bei einer Spedition. Das Geld, das sie verdiene, verwende sie auch, um "für Herrn Kiko da zu sein", sagte sie vor Gericht.

Jeremy Meeks


Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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