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England: Ein Kunde drängte Webcam-Girl Hope zu gefährlichen Sex-Praktiken – bis sie dabei erstickte

Hope Barden starb mit 21 Jahren vor ihrer Webcam. Ein Mann soll live dabei gewesen sein, während sie starb - und keine Hilfe geholt haben. Ihre Eltern und die Polizei wollen mir ihrem Fall warnen.

Die junge Britin Hope Barden starb im März 2018, sie wurde nur 21 Jahre alt

Die junge Britin Hope Barden starb im März 2018, sie wurde nur 21 Jahre alt

"Wir sind zutiefst enttäuscht, dass es in diesem Fall keine juristische Gerechtigkeit mehr für Hope geben wird", sagt ihre Mutter Kate Barden. Ihre Tochter wurde nur 21 Jahre alt. Hope Barden starb im März 2018 in ihrer Wohnung, vor ihrer Webcam. Die britische Studentin zog sich nebenberuflich für Live-Übertragungen im Internet aus, verdiente sich so ein paar Pfund dazu. Ein Kunde hatte an ihr einen besonderen Narren gefressen – und wurde letztlich zu ihrem Verhängnis. Das geht aus einer unter der Woche veröffentlichten gemeinsamen Erklärung der Polizei und Hopes Eltern hervor.

Hopes lebloser Körper wurde bereits am 15. März 2018 von ihrem Mitbewohner gefunden in ihrer Wohnung in der englischen Stadt Burton-upon-Trent. Eine Obduktion ergab, dass die junge Frau erstickt war. Laut Polizei bei "gefährlichen Sex-Praktiken", die sie vor ihrer Webcam ausübte. Nach Angaben der Polizei war sie in den drei Monaten zuvor eine besonders enge Online-Beziehung mit einem ihrer Kunden eingegangen. Dieser soll sie zu immer neuen gefährlichen Praktiken gedrängt und sie dafür bezahlt haben. Welche Praktiken dies genau waren, sagt die Polizei nicht. Ganz offensichtlich spielte Strangulation eine Rolle.

Mann soll per Webcam zugesehen haben, als sie starb

Die Polizei fand zudem heraus: Der Mann war zu der Zeit online, als Hope vor ihrer Webcam starb, schaute möglicherweise dabei sogar zu. Hilfe holte er nicht. Die Beamten sahen daher eine Verantwortung für den Tod der jungen Frau und nahmen den 45-Jährigen im Mai 2018 fest. In einem separaten Verfahren wurde er wegen des Besitzes von extremer Gewaltpornografie zu 15 Monaten Haft verurteilt. Laut britischen Medien hätten die Ermittler bei einigen der Videos zumindest den Verdacht gehabt, dass die Damen gegen ihren Willen gequält worden sein. 

In dem Fall von Webcam-Girl Hope sollte der Mann ebenfalls angeklagt werden. Die Polizei hatte bereits entsprechende Anträge eingereicht. Doch im April 2019 wurde er tot in seiner Gefängniszelle gefunden. Wie er ums Leben kam, teilt die Polizei nicht mit. "Sein Tod hinderte die Staatsanwaltschaft daran, ihn wegen des Todes von Hope anzuklagen", wird Detective John Quilty in dem Statement zitiert.

Eltern von Hope: "Sie wurde zum Sterben zurückgelassen"

Die Eltern von Hope haben also nicht die Möglichkeit, den Tod ihrer Tochter in einem Gerichtsverfahren aufzuklären. "Wäre dieser Fall vor Gericht gelandet, so hätte man einen wichtigen Präzedenzfall geschaffen, den ersten dieser Art im Vereinigten Königreich", wird Hopes Mutter zitiert.

Sie wolle auf die Gefahren der Webcam-Industrie hinweisen. "Unreguliert dient diese Branche nur denen, die Gewalt gegen Frauen ausüben wollen." Sollte jemand mit einer jungen Frau verwand sein, die sich in einer ähnlichen Lage wie Hope befände, so hätten diese Menschen eine Pflicht, sich um ihre Verwandte zu kümmern, hinzuhören und sensibel für deren möglicherweise gefährliche Situation zu sein. "In diesem tragischen Fall wurde Hope zum Sterben zurückgelassen. Ihre Freunde und Familie sind am Boden zerstört."

Quelle: Erklärung Polizei und Hope Bardens Eltern 

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