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Wegen Juror Prince Kay One: Polizei schützt DSDS aus Angst vor Bushido-Clan

"Deutschland sucht den Superstar" wird unter Polizeischutz gedreht. Das neue Jurymitglied Prince Kay One war einst Vertrauter des Rappers Bushido. Jetzt hat er Angst vor dessen Clan.

Die erste Casting-Folge für die neue Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) wurde in Berlin laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung unter Polizeischutz abgedreht. Das Landeskriminalamt habe Rapper und Jury-Mitglied Prince Kay One mit der Sicherheitsstufe 2 geschützt, hieß es. Zum Vergleich: Bundeskanzlerin Angela Merkel wird mit der - deutlich schärferen - Sicherheitsstufe 1 geschützt.

Zivile Beamte der Spezialabteilung für Individualgefährdung des Berliner LKAs seien nicht von der Seite des 29-jährigen Rappers gewichen, der gemeinsam mit Mieze Katz, 34, Frontsängerin der Elektropopband Mia, der Sängerin Marianne Rosenberg, 58 und dem Produzenten Dieter Bohlen, 59, die vierköpfige DSDS-Jury bildet. Bis zu fünf zivile Polizisten seien wegen Prince Kay One im Einsatz und sollten dafür sorgen, "dass dieser wichtige Zeuge nicht verschwindet", berichtet das Blatt.

Prince Kay One stellt sich öffentlich gegen Bushido

Schon seit Wochen steht Prince Kay One - mit bürgerlichem Namen Kenneth Glöckler - unter Polizeischutz. Seitdem er sich mit dem Clan um den Rapper Bushido anlegte, gibt es Morddrohungen gegen ihn. Im aktuellen stern hatte Kay One ausführlich über seine frühere langjährige Freundschaft mit Bushido, seine Begeisterung für den Lebensstil der "Bad Boys" und über seinen Ausstieg aus diesem Umfeld berichtet.

Fünf Jahre - von 2007 bis 2012 - war Glöckler nach eigenen Angaben Teil des Bushido-Clans um die berüchtigte Berliner Libanesen-Familie Abou-Chaker. Im April 2012 floh er, weil er die Einschüchterungen nicht mehr ausgehalten habe. Damals war er als Kay One schon selbst zum Star geworden. "Sie haben mich systematisch abgezockt", sagte er dem stern. Glöckler fühlte sich von Bushido und dessen Freund und Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker auch bei Vertragsverhandlungen ausgetrickst.

Clan im Visier der Staatsanwaltschaft

Rapstar Bushido wiederum gilt als der Vorzeige-Promi des Clans, dessen Mitglieder immer wieder Ärger mit der Polizei hatten und nach Einschätzung der Berliner Staatsanwaltschaft in der Organisierten Kriminalität agieren. Zu den Vorwürfen zählen Körperverletzung, Zuhälterei, Drogenhandel, Raub und Erpressung.

Laut "Bild" war der Dreh für DSDS in Berlin besonders heikel - schließlich sei das Bushidos Heimat. "Kay gilt hier als besonders gefährdet", zitiert das Blatt einen Mitarbeiter der Produktion. "Man kann die Anspannung spüren."

Dem Bericht zufolge sollen Beamte des LKA auch bei allen Liveshows anwesend sein. Eine Gefahr für die Jury bestehe nicht, versicherte eine RTL-Sprecherin dem Bericht zufolge.

anb