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Facebook-Auftritt: Die Berliner Polizei schreibt jetzt auch echte Krimis – und zwar wortwörtlich

Ein typischer Tag bei der Berliner Polizei: Einbrecher, Notruf, Festnahme, Pressemitteilung. Das war den Beamten aber anscheindend zu langweilig. Kurzerhand verwandeln sie eine kurze Meldung in einen waschechten Krimi – und teilen ihn anschließend auf Facebook.

Ein maskierter Mann, der ein Schloss knacken will

Ein von der Berliner Polizei veröffentlichter Krimi kommt auf Facebook gut an

Getty Images

"Es ist früher Abend an einem dunklen und regnerischen Dienstag im Januar. Ein junges Mädchen kommt von der Schule nach Hause. (…) Es sind noch einige Meter bis zur Haustür. Einige Meter bis ins warme, familiäre Zuhause, dem Sehnsuchtsort nach einem anstrengenden Tag. Doch was das junge Mädchen beim Blick auf das Haus jetzt vor sich sieht, lässt es jäh erstarren."

Es klingt wie der Anfang eines guten Krimis: Ein dunkler regnerischer Tag, ein junges Mädchen und, ganz wichtig, eine unerwartete und offensichtlich schaurige Wendung der Geschichte.

Doch was sich liest wie das Werk eines begabten Krimi-Autors, ist in Wahrheit das Produkt eines Social-Media-Teams. Und zwar dem der Berliner Polizei. Als Grundlage der Geschichte, die den packenden Titel "Der Fremde im Haus" – in Erpresserbrief-Klebe-Letter-Manier aufgebracht – trägt, diente ein echter Polizeieinsatz.

Es ist früher Abend an einem dunklen und regnerischen Dienstag im Januar. Ein junges Mädchen kommt von der Schule nach...

Gepostet von Polizei Berlin am Mittwoch, 9. Januar 2019

Die offizielle Pressemeldung dazu lautet übrigens so: "Zwei sehr aufmerksamen Mädchen ist es zu verdanken, dass Polizeikräfte in Niederschönhausen gestern einen mutmaßlichen Einbrecher festnehmen konnten." Das war's.

Aufgepeppt mit Gefühlen und Reaktionen

Reine PR war den Verantwortlichen der Facebook-Seite aber offensichtlich zu langweilig. Also mal schnell "Out of the Box" gedacht und dank detaillierten Beschreibungen, Emotionen und Reaktionen der Protagonisten eine Geschichte geschrieben, die man ähnlich auch in der stern Crime lesen könnte.

Nun stellt sich jedoch die Frage: Dürfen die das überhaupt? Immerhin ist es der Job der Polizei, "Freund und Helfer" zu sein und nicht Krimi-Autor. Sachlichkeit sollte daher ein Muss sein, oder? Für die Beamten in Berlin scheint das aber Kreativität nicht auszuschließen. Auf eine Anfrage von "Bild" heißt es: "Ziel ist es, dass die Polizei Berlin selbst die Informationshoheit über ihr Handeln hat." Die Märchenstunde soll demnach "Akzeptanz und Verständnis für den polizeilichen Auftrag erzeugen".

"Habt ihr etwa Claas Relotius engagiert?"

Für einige Facebook-Nutzer scheint das zu viel des Guten. Die Schönschreiberei erinnert sie an den erst kürzlich aufgedeckten Fall von "Spiegel"-Autor Claas Relotius. "Habt ihr etwa Claas Relotius engagiert?" oder "Ah, eine Spiegel-Geschichte", heißt es beispielsweise in den Kommentaren.

Beim Großteil der User kommt diese Art der polizeilichen Berichterstattung jedoch gut an. Seit der Beitrag online ist, hat er immerhin schon knapp 700 Likes gesammelt. Ein User merkt sogar an, dass der Schreiber doch über eine zusätzliche Schriftstellerkarriere nachdenken solle. Ein anderer fragt, ob das so auch im Bericht steht – und falls ja, würde er gerne mehr davon lesen.

Wie im Film : Nach Fahrerflucht: Mann liefert sich stundenlange Verfolgungsjagd mit der Polizei
pawlo
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?