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Urteil in Wetzlar Hund "Asko" grausam am Baum erhängt - Besitzer verurteilt

Schäferhundmischling "Asko" wurde bei Wetzlar an einem Baum erhängt
Der elf Monate junge Schäferhundmischling "Asko" wurde bei Wetzlar mit der Leine an einem Baum erhängt. Die kahle Stelle stammt von einer Operation
© Polizeipräsidium Mittelhessen
Ein 28-Jähriger wurde in Wetzlar wegen Tierquälerei verurteilt. Er erhängte seinen Hund grausam an einem Baum. Der Richter fand deutliche Worte in Richtung des Täters.

Es ist ein Fall von Tierquälerei, den selbst die Polizei als "unfassbar" bezeichnet: Vor über einem Jahr entdeckte ein Spaziergänger in einem Wald im mittelhessichen Örtchen Schöffengrund-Schwalbach einen Hund - tot, erhängt an einem Baum.

Die Verhandlung am Amtsgericht Wetzlar brachte jetzt die Umstände ans Licht, die den Besitzer von "Asko", ein elf Monate junger Schäferhundmischling, zu seiner Tat trieben. Der 28-Jährige gestand die Tötung seines Tieres und gab schon in seiner Vernehmung persönliche Probleme als Motiv an. Seine private und berufliche Situation seien sehr belastend gewesen. Seine Freundin habe sich von ihm getrennt, schilderte der Mechatroniker laut "Wetzlaer Neue Zeitung", zudem habe er sich alleine lebend und im Außendienst arbeitend nicht ausreichend um "Asko" kümmern können. Die Tötung des Hundes sei eine "Verzweiflungstat", eine "Kurzschlussreaktion" gewesen. Eine vernünftige Erklärung habe er nicht liefern können. Warum er das Tier nicht abgegeben hat? "Daran wäre der Hund zufgrunde gegangen", soll der Mann geantwortet habe. Die Tötung sei "das Beste" für "Asko" gewesen.

Deutliche Worte am Amtsgericht Wetzlar

So ging der 28-Jährige mit "Asko" im Januar 2017 in das abgelegene Waldstück in Schöffengrund-Schwalbach und befestigte ihn mit der Leine in etwa zwei Metern Höhe am Baum. Der Todeskampf des Hundes begann. Der Rüde soll mit seinen Hinterpfoten und dem Gesäß noch den Boden erreicht haben und habe noch versucht, die Leine durchzubeißen. Doch der Kopf des Tieres wurde nach oben gestreckt - er starb einen qualvollen Tod.

Die Polizei veröffentlichte wenig später ein Foto des toten Tieres und der Leine, nach einem Hinweis identifizierten die Beamten den Täter. Er muss nach dem Urteil des Wetzlaer Amtsgerichtes jetzt 3000 Euro an eine Stiftung der Naturschutzorganisation Nabu zahlen und hat eine Haftstrafe von einem Jahr Haft auf Bewährung bekommen - wegen "Tötung eines Wirbeltieres ohne vernünftigen Grund".

Der Richter sagte laut "Wetzlaer Neuer Zeitung: "Menschen sind zu Dingen fähig, die man nicht nachvollziehen kann."

Urteil in Wetzlar: Hund "Asko" grausam am Baum erhängt - Besitzer verurteilt
wue mit DPA-Material

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