HOME

Bluttat in Winnenden: Vater des Amokläufers muss Schadenersatz zahlen

Mehr als sechs Jahre nach dem Amoklauf von Winnenden ist der Vater des Täters zu Schadenersatz verurteilt worden. Er hatte die Tatwaffe unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrt.

Kreidespuren zeigen den Umriss des Amokläufers Tim K. vor einem Autohaus in Wendlingen am Neckar

Bei dem Amoklauf in Winnenden im Jahr 2009 kamen 16 Menschen ums Leben

In einem Schadenersatzprozess um den Amoklauf von Winnenden hat der Vater des Amokläufers eine Niederlage erlitten. Im Rechtsstreit zwischen der Unfallkasse Baden-Württemberg und den Eltern von Tim K. bejahte das Landgericht Stuttgart in einem am Freitag verkündeten Urteil grundsätzlich die Haftung des Vaters. Eine konkrete Summe wurde nicht festgelegt. Die Versicherungmachte eine Forderung in Höhe von knapp 717.000 Euro geltend. Bei der Mutter des Amokläufers sah das Gericht keine Grundlage für eine Haftung.

Die Unfallkasse hatte gegen die Eltern auf Schadenersatz für geleistete Aufwendungen für Opfer des Amoklaufs geklagt. Im Fall des Vaters gab das Gericht der Klage statt. Die Richter begründeten dies damit, dass dieser die waffenrechtlichen Aufbewahrungspflichten verletzt habe. Die Tatwaffe hatte der Vater, ein passionierter Sportschütze, unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrt.

Tim K. tötete 16 Menschen mit der Pistole seines Vaters

Der damals 17-jährige Tim K. hatte im März 2009 mit der Pistole seines Vaters 15 Menschen erschossen und anschließend sich selbst getötet. Der Vater wurde später zu einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt, weil er die Waffe nicht ordnungsgemäß weggesperrt hatte.

Die konkret als Schadenersatz zu zahlende Summe muss laut Gericht noch festgelegt werden werden. Anders als beim Vater wiesen die Richter die Klage gegen die Mutter ab. Eine Verletzung der Aufsichtspflicht lasse sich "jedenfalls nicht mit der für eine Verurteilung erforderlichen Sicherheit" feststellen, erklärte das Gericht. Es habe nicht nachgewiesen werden können, dass sie bereits vor dem Amoklauf "sichere Kenntnis" vom Aufbewahrungsort der Waffe erlangt habe.

mka / AFP / DPA
Themen in diesem Artikel
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.