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Winnenden-Prozess: Tim K.s Vater kam, schwieg und enttäuschte

Die Opferangehörigen des Amoklaufs von Winnenden kamen mit großen Erwartungen zum Prozessauftakt, aber die erste Verhandlung brachte sie auf. Vielen war das Aufeinandertreffen zu schmerzhaft.

Von Eva Wolfangel

Barbara Nalepa sitzt mit rot verweinten Augen im Saal 1 des Stuttgarter Landgerichts, auf dem Tisch vor ihr eine Packung Taschentücher, das Foto ihrer verstorbenen Tochter Nicole in der Hand. Es ist nicht einfach für sie und auch nicht die anderen Angehörigen der Opfer des Amoklaufs von Winnenden. Seit mehr als einem Jahr warten sie auf diesen Tag. Sie wollen dem Vater des Täters in die Augen sehen, mit dessen Waffe Tim K. am 11. März 2009 15 Menschen, großteils Schülerinnen seiner ehemaligen Schule, und dann sich selbst erschoss.

"Wir wollen wissen, was das für ein Mann ist", hat Gisela Mayer, die Mutter der ermordeten Referendarin Nina Mayer, kurz zuvor im Namen der Nebenkläger vor dem Gerichtsgebäude gesagt. "Er war auch ein Vater, der ein Kind großziehen wollte." Hätte er die Signale seines Sohnes richtig verstanden und dessen seelische Probleme ernst genommen, so die Sicht vieler Nebenkläger, hätte er die Waffe besser verschließen oder "ganz aus dem Haus schaffen müssen", wie es ein Anwalt formuliert. Deshalb wollen sie eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung und nicht nur wegen des derzeit vor Gericht verhandelten Verstoßes gegen das Waffengesetz.

"Richtiger Weg ist nicht immer der Einfachste"

Aber eigentlich geht es vielen Angehörigen nicht um die Höhe der Strafe, nicht um Juristerei, sie suchen Antworten auf das Warum, sie wollen die Ereignisse aufarbeiten. Dafür wollen sie die Konfrontation mit Jörg K., dem Vater des Täters. "Sie können sich gar nicht vorstellen, wie schwer dieser Weg ist", sagt Gisela Mayer, "aber der richtige Weg ist nicht immer der Einfachste."

Jörg K. lässt lange auf sich warten. Er will nicht gefilmt und fotografiert werden, obwohl das Gericht dies vor Beginn der Verhandlung ausdrücklich zugelassen hatte. Erst als die Kameraleute den Saal verlassen haben, nimmt her viel zu spät seinen Platz ein. Darüber ärgert sich auch der Richter: "Leider", sagt er, "gibt es hierfür keine Zwangsmaßnahmen." Jörg K. betritt den Gerichtssaal, ohne um sich zu blicken. Barbara Nalepa beobactet genau, wie der Mann mit der Halbglatze und dem grauen Vollbart neben seinen beiden Anwälten Platz nimmt. Dann schüttelt sie den Kopf und schaut lange auf das Foto ihrer Tochter, das sie nicht aus der Hand legt.

41 Nebenkläger sind für den Prozess zugelassen, die meisten davon Eltern getöteter Kinder, sowie Jugendliche, die vom Täter angeschossen wurden und überlebt haben. Zusammen mit ihren 19 Rechtsanwälten sind sie eine Gruppe von 60 Menschen, die von Jörg K. Aufklärung erwarten. Dem ist die Aufmerksamkeit sichtlich unangenehm. Hinter seinen Verteidigern versteckt, lauscht er der Verlesung der Nebenkläger, eine Liste undenkbaren Leids. "Für wen sind Sie hier?", fragt der Richter jeden Einzelnen. Die Angehörigen antworten gefasst, wenn auch leise "für meine ermordete Tochter", "für meinen getöteten Mann".

Keiner weiß, was in diesem Prozess zu erwarten ist

Erst zwei Stunden nach dem geplanten Prozessbeginn kommt es zur Verlesung der Anklageschrift. Aber es ist nicht nur in dieser Hinsicht ein ungewöhnlicher Prozess. Im Saal sind nicht nur zahlreiche Beamte mit schusssicheren Westen, sondern auch Zeugenbegleiter und ein Seelsorger. Ein weiterer Gerichtssaal wird als Rückzugsraum für die Nebenkläger freigehalten. Es ist für alles vorgesorgt, offenbar wusste keiner so recht, was von diesem Prozess zu erwarten ist.

Dazu passt auch die Eröffnungserklärung der beiden Anwälte von Jörg K., ein juristisches Mittel, das selten in Anspruch genommen wird. Noch bevor ihr Mandant zur Sache befragt wird, erklären sie: "Wir sprechen auch für den Vater von Tim, wenn wir sagen, dass unser aller Mitgefühl den Angehörigen gilt." Sie sprechen vom "unermesslichen Leid", dem "Verlust von nahen Menschen", um dann auf ihr Prozessziel zu verweisen: Das Absehen von einer Strafe für Jörg K., der ja schon die "schweren Folgen der Tat" zu tragen habe. Als der Satz "Der Vater von Tim liebte seinen Sohn" fällt, wird es einigen Angehörigen zu viel. Sie verlassen den Saal, manche kämpfen mit den Tränen. Verteidiger der Nebenkläger werfen ihren Kollegen mangelnde Einfühlsamkeit vor.

"Feigling", tönt es aus dem Saal

Kurz darauf erklärt Jörg K., dass er keine Angaben machen wolle, nicht einmal zur Person, gar nichts wolle er sagen in diesem Prozess. "Feigling", tönt es aus dem Publikum, aber das überhört der Richter und bittet die Verteidiger, anstelle des Angeklagten die Erklärung zur Person zu verlesen. Um persönliche Verhältnisse geht es dabei nur am Rande, ein Großteil klingt wie ein Appell an die Öffentlichkeit, das Leid von Jörg K. wahrzunehmen. Die Anwälte sprechen von Morddrohungen, Selbstvorwürfen und "der ständigen Frage nach dem Warum".

Das geht auch Juri Minasenko zu weit. Lange hat er den Prozess auf der Nebenklagebank reglos verfolgt. "Das nehme ich ihm nicht ab, dass er mit uns trauert", sagt er, "ich habe alles verloren, meine einzige Tochter." Er hat für den Prozess gekämpft, weil er aufklären will, nicht zuletzt, um die Gesellschaft zu schützen und Amokläufe zu verhindern. Er hat viele Fragen an den Vater des Mörders: Welche Rolle hat er in der Erziehung gehabt? Wieso hat er es nicht gesehen? "Ich will nichts über sein Leid hören, das beleidigt uns Eltern." Auch Gisela Mayer ist am Ende des ersten Prozesstages enttäuscht. "Ich hätte von Jörg K. etwas Haltung erwartet, wenigstens ein persönliches Wort, wenigstens eine selbst verlesene Erklärung."

Der Angeklagte wird die Erwartungen der Nebenkläger nicht erfüllen. Auch die bisher angesetzten 27 Prozesstage werden maximal eine Annäherung an die Antwort auf die "ständige Frage nach dem Warum" ergeben.

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Guten Tag mein Name ist Carsten Langer ich bin 46 Jahre alt und Versuche seit März 2015 die EM Rente zu beckommen meine Ärzte sagen ich kann nicht mehr Gutachten der Kranken Kasse sieht das auch so nur die Gutachter der Rentenkasse Sehens anders war schon vor sozial Gericht 1 Instanz Richterin sagt ich kann nicht am Gutachten vorbei entscheiden ihre Empfehlung ich sollte in die 2 Instanz weil sie meint das ich auch nicht mehr Arbeits fähig bin die 2 Instanz sagt laut Gutachten könnte ich noch arbeiten aber ihre Meinung nach könnte ich auch nicht mehr arbeiten ich sollte doch auf ein Urteil verzichten und ich sollte neu Rente beantragen und der zwischen Zeit wurde ich zur Berufs Findung geschickt die nach sechs Wochen von der Rentenkasse abgebrochen wurde habe auch erfahren das die Rentenkasse mir keine Umschulung mehr zutraut auf den Rat ich sollte noch Mal EM Rente beantragen bin ich in Reha gegangen damit ich auch neue Arzt berichte habe die Reha hat den Aufenthalt von 4 auf drei Wochen verkürzt und mich entlassen als nicht arbeitsfähig für den allgemeinen Arbeits Markt und ich kann keine 3 Stunden arbeiten das hat der Rentenkasse wieder nicht gereicht hatich wieder zum gutachter geschickt der mir 45 Minuten fragen gestellt hat und jetzt heißt es ich kann wieder voll arbeiten auf den allgemeinen Arbeits Markt Meine Erkrankungen sind Ateose in beiden knieen und mehreren Finger Gelenken Verschleiß in beiden Fuß, Hüft, Schulter und elebogen Gelenken dazu Gicht im linken Daumen satel Anhaltende Schmerzstörungen Wiederkehrende Depressionen Übergewicht Hormonstörungen Wirbelsäulenleiden Bandscheibenschädigung Schlaf Atem Störung Schlafstörungen eine ausgeprägte lese und rechtschreib Schwäche Panick Attacken ( Zukunftsangst) Suizidale Gedanken 1 Suite Versuch Laut aus Zügen einiger Befunde Bin ich nicht mehr Stress resistent Darf keinen akort machen keine Schicht Arbeit keine gehobene Verantwortung überaschinem oder Personen tragen usw Aber al das reicht nicht für die EM Rente Mittlerweile bin ich von der Kranken Kasse ausgesteuert das Arbeitsamt hat mich nach 9 Monaten abgemeldet und seit April wäre die Renten Kasse nicht mehr für mich zuständig aber da ein laufendes verfahren ist hmm keine Ahnung Da ich Mal gut verdient habe habe ich eine bu abgeschlossen aber da die über 900 euro mir zählt und das schon fast 3 Jahre habe ich kein Anspruch auf Harz 4 Grundsicherung Wohngeld oder sie Tafel für essen nein ich darf dafon mich noch mit 260€ freiwillig Kranken versichern Deswegen konnte ich meine Wohnung mir nicht mehr leisten und bin auf einen Campingplatz gezogenitlerweil habe ich eine Freundin und wir teilen uns die Wohnung Bitte ich brauche dringend Hilfe mir wird das alles zuviel werde mich parallel zu ihnen auch an den svdk wenden aber vielleicht können sie unterstützend helfen ich weiß echt nicht weiter und meine schlechten Gedanken werden wider sehr stark Mfg