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Polizei steht vor Rätsel: Ganze Familie aus Niedersachsen verschwindet spurlos

Mit Hubschrauber und Spürhunden sucht die Polizei nach einer vermissten Familie aus Winsen. Wo Vater, Mutter und die zwölfjährige Tochter sind, ist den Ermittlern völlig unklar. Im Wohnhaus fehlt nur das Fahrrad des Mannes.

Mit diesen Fotos sucht die Polizei nach der verschwundenen Familie Schulze

Die Polizei bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe: Mit diesen Fotos sucht sie nach der vermissten Familie Schulze aus Winsen

Ein rätselhafter Fall beschäftigt die Polizei im niedersächsischen Winsen: Bereits seit dem vergangenen Donnerstag wird eine ganze Familie aus dem Ortsteil Drage vermisst. Am Freitag meldeten Zeugen das Verschwinden und Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr begannen die Suche nach dem 41-jährigen Marco Schulze, seiner 43 Jahre alten Ehefrau Sylvia und der 12-jährigen Tochter Miriam. Dabei wurden auch ein Polizeihubschrauber und Spürhunde eingesetzt.

Am Wochenende durchsuchten Bereitschaftspolizisten Waldstücke in der Nähe des Wohnorts und das Ufer entlang der Elbe. Bisher haben die Ermittler jedoch keine Spur der Familie gefunden. Auch Hinweise auf die Hintergründe gibt es nicht. Die Polizei hat keinerlei Erklärung, wo Familie Schulze ist.

Nur ein Herrenrad fehlt im Haushalt

Zuletzt soll Marco Schulze am Donnerstagmorgen gegen 7.30 Uhr in einem grauen Dacia Sandero gesehen worden sein, als er allein in Drage unterwegs war. Am Freitag befand sich das Familienauto jedoch vor dem Haus der Schulzes. Die Polizei hat das Fahrzeug sichergestellt. Im Haushalt fehlt nach Angaben von Zeugen einzig ein grünes Herrenfahrrad. Marco Schulze könnte am Donnerstag noch damit gefahren sein.

Es gibt mehrere Hinweise, dass die Familie nicht einfach in den Urlaub gefahren ist. Die Polizei fand die Ausweise der Schulzes in ihrem Haus, außerdem wurde die Katze zurückgelassen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Auch eine Handy-Ortung sei erfolglos gewesen, die Geräte sind offenbar ausgeschaltet.

Die Ermittlungen der Polizei laufen in alle Richtungen. Sie sucht nach Zeugen, die Angaben zu dem Verbleib der Familie Schulze machen können und nimmt Hinweise unter der Telefonnummer 04171-7960 entgegen.

mka
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?