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Was zu Verdächtigem bekannt ist: 21-Jähriger soll Ehepaar erschossen und deren Tochter verschleppt haben – bis ihr die Flucht gelang

Offenbar ging es ihm von Anfang an nur um die 13-Jährige: In den USA ist ein junger Mann festgenommen worden, der ein Ehepaar erschossen und deren Tochter verschleppt haben soll. Dem Mädchen gelang nach fast drei Monaten die Flucht.

Der 21-jährige Verdächtige soll die Eltern der 13-Jährigen erschossen haben, um das Mädchen zu entführen

Der 21-jährige Verdächtige soll die Eltern der 13-Jährigen erschossen haben, um das Mädchen zu entführen

AFP

Vor knapp drei Monaten erschütterte ein brutales Gewaltverbrechen den kleinen Ort Barron im US-Bundesstaat Wisconsin. Polizisten finden Mitte Oktober einen 56-jährigen Mann und seine 46-jährige Frau tot in ihrem Haus auf. Das Ehepaar wurde mit Schüssen aus einer Schrotflinte regelrecht hingerichtet. Die 13-jährige Tochter des Paares fanden die Beamten nicht. Und das, obwohl der Notruf kurz zuvor wohl von ihrem Handy abgesetzt wurde. Das Mädchen blieb auch in den Tagen danach verschwunden. Eine landesweite Suche blieb erfolglos. Die Ermittler gingen davon aus, dass der Mörder ihrer Eltern sie verschleppt haben müsste. Und diese These scheint sich nun zu bewahrheiten.

Keine Verbindungen zur Familie

Denn das Mädchen ist am Donnerstag überraschend wieder aufgetaucht, rund 90 Kilometer entfernt im noch kleineren Gordon, wie die Polizei mitteilte. In einer von Waldhütten geprägten Siedlung lief sie durch den Wald, etwas heruntergekommen, leicht abgemagert und mit viel zu großen Schuhen an, aber grundsätzlich wohlauf. Die 13-Jährige bat eine Spaziergängerin um Hilfe, die die Polizei hinzurief. Offenbar war ihr selbst die Flucht aus einer eben jener Hütten gelungen. Dort habe sie der Mann festgehalten, der auch ihre Eltern getötet habe, gab sie zu Protokoll.

In dieser Waldhütte hielt der 21-Jährige sein Opfer ersten Ermittlungen zufolge monatelang gefangen

In dieser Waldhütte hielt der 21-Jährige sein Opfer ersten Ermittlungen zufolge monatelang gefangen

DPA

Die hinzugerufene Polizei griff den von ihr beschriebenen Mann wenig später in seinem Wagen auf. Offenbar fuhr er herum und suchte nach seinem Opfer. Er wurde umgehend festgenommen. Bei dem mutmaßlichen Mörder und Entführer handelt es sich um einen 21-Jährigen, bei dem die Polizei bislang keine Verbindungen zur Familie des Opfers finden konnten. Vor drei Jahren arbeitete er einmal für genau einen Tag in derselben Fleischfabrik wie die beiden Ermordeten, soll aber wohl keinen Kontakt zu ihnen gehabt haben.

Kindesentführung als Mordmotiv vermutet

Die Polizei geht davon aus, dass er es von Anfang an auf das Mädchen abgesehen hatte und die Tat minutiös geplant habe. So soll er sich extra die Haare abrasiert haben, um möglichst wenig Spuren am Tatort zu hinterlassen. Die Eltern tötete er demnach, um das Kind zu entführen. In der Hütte in Gordon, die laut Medienberichten dem Vater des Verdächtigen gehört, fanden Ermittler mehrere Waffen, darunter auch die mutmaßliche Tatwaffe, eine Schrotflinte.

Der 21-Jährige soll dort seit rund 15 Jahren leben. Laut "Time.com" trennten sich die Eltern 2008 und zogen vor einigen Jahren aus Gordon weg. Der Verdächtige und sein Bruder hätten daraufhin alleine in der Hütte gewohnt. Ob dieser aktuell auch dort wohnt, ist noch nicht bekannt. Die Behörden sehen bislang keine Anzeichen dafür, dass der Bruder in das Verbrechen verwickelt sein könnte.

Polizeibekannt ist der Verdächtige nicht. Erst vor drei Jahren hat er die High School abgeschlossen, ist aktuell arbeitslos. In diversen US-Medienberichten wird er von ehemaligen Lehrern als "ruhiger Schüler" beschrieben, an den sie sich kaum erinnern konnten. Offenbar führte er auch ein sehr unauffälliges Leben. Mehrere Nachbarn gaben gegenüber US-Medien an, weder ihn noch seine Familie überhaupt zu kennen.

Gerettetes Kind nun in Obhut der Tante

Das gerettete Mädchen befindet sich aktuell bei seiner Tante. Die schrieb auf Facebook, ihre Nichte habe sich mal richtig ausgeschlafen und was es für ein schönes Gefühl sei, sie wieder in ihrer Nähe zu wissen. "Als Familie wollen wir nun den Heilungsprozess mit ihr durchstehen", schreibt sie.

Was genau in den vergangenen drei Monaten in der Hütte passiert ist, darüber machten die Behörden noch keine Angaben. Der Sheriff von Barron County sagte bei der Pressekonferenz auf Nachfrage, er wisse noch nicht, ob das junge Mädchen von ihrem Peiniger auch sexuell missbraucht wurde. Das würden die Befragungen der kommenden Tage zeigen. Der 21-Jährige soll am Montag erstmals vor Gericht erscheinen. Ihm wird bislang zweifacher Mord sowie Kindesentführung vorgeworfen.

Quellen: Barron County Sheriff's Department, "Time.com""Star Tribune", "Daily Beast"

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.