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Verschwundenes Flugzeug: Wissenschaftler grenzen Gebiet für MH370-Wrack neu ein

Vor mehr als drei Jahren verschwand ein Flugzeug auf dem Weg nach Peking spurlos. Bisher sind nur einzelne Wrackteile des MH370-Flugs gefunden worden. Das Suchgebiet konnte jetzt neu eingegrenzt werden.

Der Flug MH370 der Malaysia Airlines verschwand im März 2014 plötzlich von den Radarschirmen

Der Flug MH370 der Malaysia Airlines verschwand im März 2014 plötzlich von den Radarschirmen (Symbolbild)

Mit dem Flug MH370 verschwanden vor rund drei Jahren auch 239 Menschen. Die Suche nach Resten der Maschine im Indischen Ozean wurde im Januar offiziell eingestellt, doch jetzt konnten Wissenschaftler das Gebiet für mögliche Wrackteile weiter eingrenzen.

Es gibt neue Vermutungen, das Wrack könnte sich außerhalb des zuletzt abgesuchten Gebiets befinden. Die australische Wissenschaftsbehörde Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) veröffentlichte dazu am Freitag einen Bericht. Demnach liegen die Reste der Maschine des Malaysia-Airlines-Flugs MH370 vermutlich eher weiter nördlich im Indischen Ozean.

Strömungsversuche grenzen Gebiet ein

Als die Suche nach der Boeing 777 mangels Erfolgsaussichten eingestellt wurde, hatten viele Angehörige der Opfer protestiert. Die Wissenschaftsbehörde CSIRO sieht sich nun aber in der Vermutung bestärkt, dass das Wrack im Norden des 120.000 Quadratkilometer großen Gebiets liegt, das zuletzt abgesucht wurde. Das Gebiet, in dem die Wissenschaftler die Maschine vermuten, umfasst aber immer noch eine Fläche von 25.000 Quadratkilometern.

Grundlage für den Bericht sind Strömungsversuche mit einem Steuerruder, das für die Tragfläche einer Boeing 777 entwickelt wurde. Ein Steuerruder, das vermutlich von der vermissten Maschine kommt, war 2015 an einem Strand der Insel La Réunion vor der Küste Afrikas entdeckt worden. Die Maschine war auf dem Flug von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur nach Peking, als sie mitten in der Nacht plötzlich von den Radarschirmen verschwand.

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fri / DPA