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+++ Newsticker +++

Würzburg-Anschlag: Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet

Über den Flüchtling, der in einem Regionalzug Menschen mit Axt und Messer attackiert hat, wird nach und nach mehr bekannt. Der IS beansprucht den Angriff unterdessen für sich, das Bekenner-Video halten Experten für echt. Der stern-Newsticker zur Axt-Attacke.

Auszug aus dem Bekennervideo des Attentäters von Würzburg

Screenshot aus dem Bekennervideo des Attentäters von Würzburg. Experten halten das Video für echt.

+++ 14.37 Uhr: Bundesanwaltschaft ermittelt zu Attentat von Würzburg +++

Nach dem Axt-Angriff eines 17-Jährigen in einem Regionalzug bei Würzburg hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Es bestehe der Verdacht, "dass der Attentäter die Tat als Mitglied des sogenannten Islamischen Staats zielgerichtet begangen hat", teilte die Behörde in Karlsruhe mit.

+++ 12.40 Uhr: Minister geht von afghanischer Nationalität des Attentäters aus +++

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht bisher keinen Anlass, an der afghanischen Nationalität des Attentäters von Würzburg zu zweifeln. Gegen die Annahme, dass es sich um einen Pakistaner handele, spreche der Hinweis, dass möglicherweise auslösendes Motiv für den Angriff am Montagabend auf Reisende der Tod eines Freundes in Afghanistan gewesen sein solle, sagte der Minister am Mittwoch in Berlin. Ferner liege ein Antrag auf Zusammenführung der Familie vor - dieser beziehe sich auf Afghanistan und nicht Pakistan. 

+++ 12.18 Uhr: De Maiziere: "Attentäter von IS angestachelt" +++

Bei dem Attentäter von Würzburg handelt es sich nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) um einen Einzeltäter, der sich durch die Propaganda der Terrormiliz  Islamischer Staat "angestachelt gefühlt hat". Das Bekennervideo enthalte keine Hinweise auf eine Anordnung des IS, berichtet de Maizière. 

+++ 11.22 Uhr: Betreuer fordern, Minderjährige Flüchtlinge nicht pauschal zu verdächtigen +++

Flüchtlingshelfer und Betreuer haben nach dem Axt-Attentat von Würzburg vor einem Generalverdacht gegen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gewarnt. Eine Gefahr könne genauso gut von Menschen ausgehen, die in Deutschland geboren oder aufgewachsen seien, sagte Niels Espenhorst vom Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (Bumf) am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Den Jugendlichen müsse vertraut werden. Deutschland schütze sich nicht vor Terror, indem Misstrauen geschürt werde.

"Wir können nur davor warnen, jetzt die unbegleiteten Minderjährigen als Gruppe unter Terrorverdacht zu stellen", sagte zuvor auch der Bumf-Vorsitzende Tobias Klaus der Zeitung "Die Welt". Wichtig sei vielmehr jetzt, "unsere guten Betreuungsstandards wieder voll anzuwenden und nicht abzubauen", warnte Klaus mit Blick auf entsprechende Bestrebungen der bayerischen Landesregierung. Die beste Prävention sei "gute Betreuung mit gut ausgebildeten Sozialarbeitern und Psychologen in kleinen Gruppen, die gefährliche Entwicklungen bei den Jugendlichen wahrnehmen und abmildern können".

+++ 9.42 Uhr: Verfassungsschutz-Chef Maaßen zweifelt Identität des Täters an +++

Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, hat Zweifel an der bislang vermuteten Herkunft des Axt-Attentäters von Würzburg. Es sprächen gute Gründe dafür, dass er sich unter einer anderen Identität gemeldet habe, sagte Maaßen am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Dies sei allerdings verbreitet und spreche nicht unbedingt für einen terroristischen Hintergrund.

Maaßen warnte vor einem Generalverdacht gegen Flüchtlinge. Der IS wolle mit derartigen Taten Schrecken und Angst verbreiten, sagte er. Die Menschen sollten glauben, "jeder Flüchtling könnte ein Terrorist sein und jeder jeder Mensch mit dunkler Hautfarbe könnte eine Axt oder ein Messer dabei haben". Dem müsse man sich entgegenstellen. "Es ist nicht so, dass jeder Flüchtling ein Terrorist sein kann", sagte Maaßen. Es seien nur wenige Menschen eingeschleust worden und es hätten sich auch nur wenige radikalisiert.

+++ 9.37 Uhr: Verwandte der Hongkonger Opfer schildert Einzelheiten +++

Ein Mitglied der Hongkonger Familie, die bei dem Axt-Angriff in einem Zug bei Würzburg verletzt wurde, hat Einzelheiten der Tat geschildert. Zuerst sei der Angreifer auf den Freund ihrer Schwester losgegangen, sagte die 30-jährige Sylvia, die selbst nicht an der Reise teilgenommen hatte, der Hongkonger Zeitung "Apple Daily". "Als meine Mutter und mein Vater das sahen, stellten sie sich in den Weg und wurden dabei verletzt."

Der 30-jährige Freund der Schwester sowie der 62 Jahre alte Vater befinden sich dem Bericht zufolge mit schweren Kopfverletzungen auf der Intensivstation. Auch die 58-jährige Mutter und die 26-jährige Schwester wurden schwer verletzt. Eine weitere Schwester im Alter von 17 Jahren blieb demnach unverletzt.

+++ 9.08 Uhr: Polizeigewerkschaft bringt Einsatz von "Zug-Marshals" ins Gespräch +++

Polizei- und Eisenbahngewerkschaft fordern nach der Axt-Attacke in einem Regionalzug bei Würzburg von Bahn und Politik mehr Anstrengungen für die Sicherheit von Fahrgästen. "Die Bahn muss in diesen Bereich investieren", sagte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, der "Neuen Westfälischen" (Bielefeld). Er sprach sich für einen Ausbau der Videoüberwachung in Bahnhöfen und Zügen aus und eine bessere Ausbildung des Zugpersonals. Auch "Train Marshals" - analog zu den "Sky Marshals" in Flugzeugen - seien eine Option.

"Sky Marshals" oder Flugsicherheitsbegleiter sind bewaffnete, verdeckte Sicherheitskräfte, die an Bord von Passagierflügen eingesetzt werden - in den USA bereits seit Jahrzehnten. Sie mischen sich unter die Passagiere und sollen notfalls Terrorangriffe verhindern. Seit kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 werden auch in Deutschland regelmäßig "Sky Marshals" eingesetzt. Aus Sicherheitsgründen veröffentlicht die Bundespolizei keine Details über die Sondereinheit.

+++ 8.36 Uhr: Kommunen fordern Islamunterricht an allen Schulen +++

Die Kommunen haben nach der Terrorattacke in Würzburg die flächendeckende Einführung von Islamunterricht an Schulen gefordert. "Es ist angemessen, Islamunterricht auch an staatlichen oder staatlich kontrollierten Schulen anzubieten", sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg der "Rheinischen Post". Dadurch gewinne der Staat mehr Kontrolle über die Erziehung muslimischer Jugendlicher.

+++ 8.00 Uhr: Zwei Opfer von Attentat in Würzburg weiter in Lebensgefahr +++

Nach der Terrorattacke auf Zugreisende in Würzburg sind zwei Menschen weiter in Lebensgefahr. Das teilte das Polizeipräsidium Unterfranken am Mittwochmorgen mit. Ein 17 Jahre alter Flüchtling hatte die beiden und drei weitere Menschen am Montagabend mit Axt und Messer attackiert. In einem Regionalzug verletzte er vier Mitglieder einer Familie aus Hongkong, auch eine Passantin, der er auf seiner Flucht begegnete, kam ins Krankenhaus. Kurze Zeit später wurde der junge Mann von Polizisten erschossen. Erkenntnissen der Ermittler zufolge hatte die Tat einen islamistischen Hintergrund.

+++ 0.13 Uhr: Bayerisches Innenministerium: Würzburger Attentäter aus Afghanistan +++

Das bayerische Innenministerium geht weiter davon aus, dass der Attentäter von Würzburg aus Afghanistan stammt. "Nach unseren Erkenntnissen hat er beim Grenzübergang in Passau, beim Landratsamt in Würzburg und beim Ausländerzentralregister immer den gleichen Namen und Geburtsort in Afghanistan angegeben", sagte ein Ministeriumssprecher am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte das ZDF unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, inzwischen gebe es Zweifel an der Herkunft des 17-jährigen Flüchtlings. In seinem Zimmer habe die Polizei auch ein pakistanisches Dokument gefunden.


+++ Was die Ermittler über den Anschlag von Würzburg an Wissen zusammengetragen haben und wo noch Unklarheit über den Attentäter und sein Motiv herrscht, lesen Sie hier. +++


Ticker-Meldungen vom 19. Juli:

+++ 22.05 Uhr: "Die meisten Attentäter hier geboren und aufgewachsen" +++

Kanzleramtsminister Peter Altmaier sieht kein erhöhtes Terrorrisiko durch Flüchtlinge in Deutschland. Alle Erkenntnisse aus den letzten zwölf Monaten deuteten klar darauf hin, dass die Gefahr des Terrorismus bei Flüchtlingen "nicht größer und nicht kleiner ist als in der übrigen Bevölkerung", sagte der CDU-Politiker im ZDF-"heute-journal". "Die meisten Terroristen, die in den letzten Monaten in Europa Anschläge begangen haben, waren keine Flüchtlinge, sondern Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind", betonte Altmaier. Andere seien mit offiziellen Visa als Studenten nach Europa eingereist. Wenn sehr viele Menschen als Flüchtlinge nach Deutschland kämen, sei es daher selbstverständlich auch denkbar, "dass der eine oder andere von ihnen ebenfalls für solche Ideologien anfällig ist". 

+++ 21.50 Uhr: Laut ZDF Zweifel an Herkunft des Täters +++

Der ZDF-Terrorismusexperte Elmar Theveßen  hat im "heute journal" am Abend über Zweifel berichtet, dass der 17-jährige Attentäter von Würzburg tatsächlich aus Afghanistan stammt. Darauf lasse die Wortwahl und das Vokabular in dem Bekennervideo schließen, sagte Theveßen. Diese sei für Afghanen untypisch. Möglicherweise habe er sich bei seiner Ankunft in Deutschland auch als Afghane ausgegeben, um seine Chancen auf Asyl zu erhöhen. Ermittler glaubten, dass der Attentäter aus Pakistan stamme. Darauf deute die Variante des Pashtu - der Sprache, die der Mann in dem Video spricht. Das müsse aber weiter untersucht werden, so Theveßen. Der 17-Jährige war laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann im vergangenen März als unbegleiteter jugendlicher Flüchtling nach Bayern gekommen.

+++ 21.04 Uhr: Experten bestätigen Echtheit des Bekennervideos +++

Das bayerische Innenministerium hat die Echtheit des im Internet verbreiteten Bekennervideos zum Attentat von Würzburg bestätigt. "Der Mann auf dem Video ist der Täter von Würzburg", sagte ein Sprecher von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München. Herrmann selbst erklärte im Bayerischen Fernsehen ("Rundschau-Magazin"): "Wir wissen, dass das Video authentisch ist". Das Video war am Dienstag vom IS-Sprachrohr Amak im Internet veröffentlicht worden.

Die Klärung der Identität des Attentäters stützt sich nach Angaben des Innenministeriums auf Gesichtsvergleiche des Bundeskriminalamtes (BKA). Außerdem hätten Zeugen auf dem Video klar erkannt, dass dieses in Würzburg aufgenommen wurde, sagte der Sprecher des Innenministeriums. Damit bestätigt sich, dass der Attentäter ein islamistisches Motiv hatte. 

+++ 20.25 Uhr: Herrmann fordert Begrenzung von Flüchtlingszuzug +++

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat angesichts des Attentats von Würzburg seine Forderung einer Begrenzung des Flüchtlingszuzugs erneuert. "Entscheidend bleibt, wir müssen wieder eine stärkere Kontrolle überhaupt über alles behalten, was in unser Land kommt", sagte der CSU-Politiker im ARD-"Brennpunkt". "Wir müssen auch den Zuzug begrenzen und dadurch dann in der Lage sein, uns mit denen, die da sind, denen, die auch wirklich fluchtberechtigt sind, dann auch intensiv zu befassen und alles dafür zu tun, dass die nicht derartig aus dem Ruder laufen."

+++ 20.02 Uhr: Bekennervideo wohl authentisch +++

Das vom IS-Sprachrohr Amak veröffentlichte Bekenner-Video, das den Attentäter von Würzburg zeigen soll, ist nach Worten von Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) wohl echt. "Die Überprüfungen laufen noch, aber die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass dieses Video aller Voraussicht nach authentisch ist", so der Minister am Dienstagabend im ZDF.

Das gelte auch für den Abschiedsbrief des 17-Jährigen, der gefunden worden sei. "Und deshalb müssen wir davon ausgehen, dass er zumindest Wert darauf gelegt hat, seine Tat in den Zusammenhang zum IS zu stellen." Inwieweit die Terrormiliz Islamischer Staat selbst involviert gewesen sei, "das muss überprüft werden", so Altmaier. "Wir werden jedem Hinweis nachgehen."

Auch der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, hält das Video für echt. Auf die Frage, ob er die Authentizität der Aufnahme anzweifle, sagte er im ZDF: "Nein, das zweifeln wir nicht an."


fin/ivi/tkr / DPA / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(