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NSU-Prozess Zeuge "Piatto" erscheint mit Perücke


Mit Spannung wurde seine Vernehmung im NSU-Prozess erwartet: Der V-Mann des Verfassungschutzes, der unter dem Decknamen "Piatto" bekannt ist. Er kam mit Perücke und verdecktem Gesicht zur Verhandlung.

Im NSU-Prozess hat die mit Spannung erwartete Vernehmung eines früheren V-Manns des Verfassungsschutzes mit dem Decknamen "Piatto" begonnen. Der Zeuge betrat den Gerichtssaal mit einer dunklen Perücke und einem Tuch vor dem Gesicht. "Piatto" sagte, er habe zu den vier Anführern der sächsischen Unterstützerszene in Chemnitz festen Kontakt gehalten. Sie hätten der Organisation "Blood & Honour" angehört.

Über die Beschaffung von Waffen wisse er konkret nichts mehr. Er wisse nur noch, dass darüber in der Szene viel geredet worden sei. "Blood & Honour"-Mitglieder hatten als Zeugen ausgesagt, dass sie das NSU-Trio versteckt hatten. "Piatto" sagte, er selber habe Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt nie kennengelernt. Das rechtsextreme Trio soll zehn Menschen ermordet haben.

yps/DPA DPA

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