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Zu Zwangsarbeit verdonnert: US-Ehepaar hielt Mädchen 16 Jahre lang als Haussklavin

Im US-Bundesstaat Texas ist ein Ehepaar zu sieben Jahren Gefängnis und einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Das Einwanderer-Paar aus Guinea hielt über Jahre ein Mädchen gefangen und zwang es zur Hausarbeit. War das Paar nicht zufrieden, wurde das Kind bestraft und gefoltert.

Ein Mädchen legt Wäsche zusammen

Das Mädchen musste für die Familie jahrelang die Hausarbeit erledigen (Symbolfoto)

Getty Images

Ein Ehepaar aus Southlake im US-Bundesstaat Texas hat ein kleines Mädchen über 16 Jahre lang gezwungen, ihre Hausarbeit zu verrichten. Ohne Bezahlung. Wenn es nicht zufrieden war, folgten schlimme Strafen. Eine Bundesjury hat den 58-jährigen Mann und seine gleichaltrige Ehefrau jetzt wegen Zwangsarbeit und damit zusammenhängender Straftaten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. 

Wie das US-Justizministerium mitteilte, kam das Kind als Fünfjährige aus dem westafrikanischen Staat Guinea zu dem Paar, das aus einer wohlhabenden Familie und ebenfalls aus Guinea stammt. Die Angeklagten zwangen das Kind zu kochen, zu putzen und auf ihre leiblichen Kinder aufzupassen, die teilweise in einem ähnlichen Alter waren, wie das Mädchen selbst.

Paar bezeichnete Mädchen als "Sklave"

Wenn das Mädchen "nicht gehorsam" war oder die Arbeiten nicht zur Zufriedenheit des Ehepaares ausführte, wurde es "körperlich, emotional und verbal" bestraft, heißt es in dem Bericht. Sie nannten es "Hund", "Sklave" und "wertlos". Mehrfach wurde das Kind geschlagen, unter anderem mit einem elektrischen Kabel. Auch wurde es gezwungen, zur Strafe alleine in einem nahe gelegenen Park zu schlafen. Das grausame Paar rasierte dem Mädchen zudem den Kopf und spritzten es draußen mit einem Schlauch ab. Auch verweigerten sie dem Kind jegliche Ausbildung, während sie ihre leiblichen Kinder zur Schule schickten. 

Vor Gericht beteuerte das Paar, das Mädchen habe sich die ganze Geschichte nur ausgedacht. Für ihr abscheuliches Verhalten müssen sowohl der Mann als auch die Frau jeweils für sieben Jahre hinter Gitter. Zudem verurteilte ein Richter die beiden zu einer Geldstrafe von 288.620,24 US-Dollar (rund 260.000 Euro). Ebenso müssen sie damit rechnen, ihren Einwanderungsstatus zu verlieren und nach Guinea abgeschoben zu werden.

Der stellvertretende Generalstaatsanwalt sagte abschließend: "Ich hoffe, dass die heutige Strafe dem Opfer ein gewisses Maß an Gerechtigkeit und Heilung bringt, das infolge der abscheulichen Verbrechen der Angeklagten unzählige Traumata erlitten hat. Die Angeklagten haben jahrelang ihre Kindheit und ihre Arbeit gestohlen, sich bereichert und sie mit Schmerzen und einer ungewissen Zukunft zurückgelassen."

Quelle: Bundesjustizministerum der USA

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jek