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Zwickau: Polizeieinsatz nach Gewaltdrohung an Schule

Fünf Tage nach dem Amoklauf an einem Gymnasium in Ansbach hat ein 19-Jähriger mit einer Drohung für Schrecken an einer Berufsschule im sächsischen Zwickau gesorgt. Die Polizei reagierte sofort und nahm den Mann vorläufig fest.

Ein 19-jähriger Berufsschüler hat im sächsischen Zwickau mit einer Gewalttat gedroht und ist von der Polizei festgenommen worden. Der Unterricht in der Schule lief planmäßig weiter. Waffen oder andere gefährliche Gegenstände hatte der Mann nicht bei sich. Die Ermittlungen laufen noch.

Bislang ist bekannt, dass der 19-Jährige wegen Zuspätkommens eine Strafe bekam und deswegen wohl aus Frust bei einem Lehrer eine Gewalttat androhte. "Konkrete Handlungen in dieser Richtung oder Vorbereitungshandlungen hatte er nicht getroffen", teilte die Polizei mit, die mit 14 Beamten vor Ort war. Der 19-Jährige stammt aus der Zwickauer Nachbarstadt Crimmitschau.

In der vergangenen Woche sorgte ein Amoklauf im fränkischen Ansbach für Aufregung. Ein Schüler der 13. Klasse überfiel dabei sein Gymnasium mit einer Axt, mehreren Messern und fünf Molotow-Cocktails. Ermittler fanden auf dem Laptop des Amokläufers Schreiben, wonach er aus Hass auf die Menschheit und die Schule handelte. Sein Plan war demnach, möglichst viele Menschen zu töten und das Schulgebäude niederzubrennen. Bei der Tat wurden neun Schüler und eine Lehrerin verletzt, zwei 15-jährige Mädchen lebensgefährlich. Sie sind inzwischen auf dem Weg der Besserung.

AP / AP