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Twitter-Gewitter: Feuerwehren informieren via Twitter über ihre Arbeit

Der Europäische Tag des Notrufs lässt sich gut merken. Es ist der 11.2. - und die 112 ist die Nummer, die europaweit in Notlagen gewählt werden kann. Bundesweit werben Feuerwehren nun an dem Tag um Akzeptanz ihrer Arbeit. Die ist nicht mehr selbstverständlich.

Feuerwehr

Mit der Aktion wollen die Berufsfeuerwehren ihre Arbeit transparent machen und potenziellen Nachwuchs interessieren. Foto: Daniel Bockwoldt

Ihre Arbeit ist schwieriger geworden: Feuerwehrleute werden beim Brandlöschen von Gaffern behindert, Rettungssanitäter werden angepöbelt, wenn sie Verletzte versorgen wollen.

«Respektlosigkeit erleben wir jeden Tag, aber wir genießen auch jeden Tag Respekt und Ansehen», sagt der Sprecher der deutschlandweit größten Berufsfeuerwehr in Berlin, Frederic Finner.

Die Arbeit der Einsatzkräfte transparent machen, potenziellen Nachwuchs interessieren und zeigen, was für eine Masse an Notrufen jeden Tag zu bewältigen ist - das ist Anliegen von bundesweit 41 Berufsfeuerwehren, die an diesem Montag ein «Twitter-Gewitter» starten. Dabei sind unter anderem auch Hamburg, München, Düsseldorf und Bremen.

Informationen per Twitter zu verbreiten, ist zwar längst nicht mehr neu. Doch nonstop zwölf Stunden (ab 8.00 Uhr) live über alles zu informieren, das schaffen die Feuerwehren sonst nicht in dem Umfang. Zum ersten Mal werden nun zeitgleich Feuerwehren Tweets absetzen.

Immer wieder ärgern sich Einsatzkräfte, dass sie zu Notfällen gerufen werden, die keine sind. Die verstopfte Toilette gehöre eindeutig nicht in die Notrufkategorie, heißt es in Berlin. Mancher Anrufer versuche auch, mit dem Rettungswagen schneller beim Arzt dran zu kommen.

Allein in Berlin rückte die Feuerwehr 2017 zu mehr als 458.000 Einsätzen aus, es waren fast 4000 mehr als ein Jahr zuvor. Seit 2009 sei die Zahl immer weiter gestiegen, hatte Landesbranddirektor Karsten Homrighausen mitgeteilt. Auch die Zahl der Fehlalarme nehme zu.

Und es gibt krasse Fälle, die nur noch Entsetzen auslösen. Anfang Februar konnten ein Notarzt und zwei Feuerwehr-Sanitäter einen Patienten in Berlin-Kreuzberg nur unter Polizeischutz versorgen. Sie waren angegriffen worden und mussten sich zunächst in ihren Rettungswagen flüchten.

Trotzdem: «Unsere Strategie ist Deeskalation», sagt Feuerwehrsprecher Finner. Einsatzkräfte würden mittlerweile auch zum Verhalten in «Übergriffssituationen» geschult. Deeskalationstraining sei fester Bestandteil der Ausbildung.

Doch es gebe Grenzen: «Anspucken überschreitet jede Toleranzgrenze.» Der Sprecher appellierte an seine Kollegen, solche Vorfälle zu melden. «In der Silvesternacht haben wir alles zur Anzeige gebracht.» Nur dann könne es auch verfolgt werden. Hinzu kommt, dass Feuerwehrleute schon länger über ihre hohe Belastung klagen.

Außerdem gibt es in der deutschen Hauptstadt etliche veraltete Löschfahrzeuge und Rettungswagen. Viele sind 20 Jahre oder älter. Bei den Löschzügen betrug die Ausfallquote 2018 gut 17 Prozent, in Spitzenmonaten sogar mehr als 21 Prozent. Ein Fünftel der rund 190 Löschfahrzeuge stand jeweils nicht zur Verfügung - vor allem wegen langer Werkstattaufenthalte.

dpa
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.