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Verfahren geht in letzte Runde: Start der Plädoyers im Mordprozess Höxter

Paderborn - Im Mordprozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter beginnen heute die Plädoyers. Den Anfang macht nach 55 Verhandlungstagen der Vertreter der Staatsanwaltschaft, Ralf Meyer. Der Oberstaatsanwalt hat angekündigt, seinen Strafantrag rund zwei Stunden lang zu begründen.

Horrorhaus von Höxter

Das damalige Wohnhaus des beschuldigten Ehepaares in Höxter-Bosseborn. Foto: Jonas Güttler

Im Mordprozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter beginnen heute die Plädoyers. Den Anfang macht nach 55 Verhandlungstagen der Vertreter der Staatsanwaltschaft, Ralf Meyer. Der Oberstaatsanwalt hat angekündigt, seinen Strafantrag rund zwei Stunden lang zu begründen.

In dem Prozess, der seit fast zwei Jahren am Landgericht Paderborn geführt wird, sind der 48-jährige Wilfried W. und seine Ex-Frau, die 49-jährige Angelika W., wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt. Die beiden Deutschen sollen jahrelang mit Kontaktanzeigen Frauen in ihr Haus nach Höxter-Bosseborn gelockt und zum Teil schwer misshandelt haben. Zwei Frauen aus Niedersachsen starben infolge der seelischen und körperlichen Quälereien. Nach dem Staatsanwalt werden die Nebenkläger ihre Plädoyers halten. Die Plädoyers der insgesamt vier Verteidiger sollen am Donnerstag beginnen und kommende Woche fortgesetzt werden.

dpa