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Video "Die Leute kamen wie Geister aus ihren Häusern"

LaraTillmann erholt sich nur langsam von dem Schock, ihren Heimatort Insul durch die Überschwemmungen der vergangenen Tage zerstört zu sehen, hier, im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Nach Tagen der Ungewissheit und des Chaos fällt es ihr immer noch schwer zu glauben, dass fast alles, was sie hier kannte, von Wasser und Schlammlawinen weggewischt wurde. Sie half beim Aufräumen auch hier, auf diesem nun völlig verwüsteten Gelände: O-Ton: "Hier, wo wir stehen, war früher der alte Sportplatz. Hier haben wir alle Feste gefeiert, hier war Oktoberfest, hier wurde der 1. Mai gefeiert. Gleich an der Ecke sieht man den letzten Baum und die Reste der Brücke. Dahinter war eine ganze Straße, die ganze Straße ist einfach ausgelöscht, da standen vier oder fünf Häuser und jetzt kann man nicht mal mehr erahnen, wo die Grundstücke standen. Alles ist weg." Lara lebt normalerweise in Köln und war dann hier dabei, als die Fluten ihre Heimatstadt übernahmen. Am Tag des ersten Hochwassers konnte sie ihre Familie nicht mehr erreichen. Sie fuhr dann am nächsten Tag in Richtung alte Heimat und brauchte sehr lange bis zu ihrem Elternhaus: O-Ton:"Die Leute kamen wie Geister aus ihren Häusern und versuchten herauszufinden, ob ihre Nachbarn noch am Leben sind, ob die alten Leute noch da sind, wer noch lebt, wer gesund ist. Das war so der erste Kontakt, den wir dann hier hatten". Soldaten und Rettungskräfte, Bauarbeiter,Elektriker und viele andere helfen seitdem beim Aufräumen hier in der Region. Lara Tillmann sagt, bessere Zeiten könnten auch hier erst dann wieder beginnen, wenn der Wiederaufbau starte, und nicht nur alles weiterhin abgerissen werden müsse.
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Eine Augenzeugin berichet aus dem von den Wassermassen weitgehend zerstörten Ort Insul im Landkreis Ahrweiler.

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