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Video "Wir wissen nicht mehr, wo sie ist" - Aung San Suu Kyi an unbekannten Ort gebracht

Die Proteste gegen den Militärputsch in Myanmar reißen nicht ab. In den beiden größten Städten des Landes - Yangon und Mandalay - gibt es seit Wochen teils gewalttätige Demonstrationen für die Wiedereinsetzung der gewählten Regierung. Die Armee geht ihrerseits gewaltsam gegen Demonstranten vor. Medienberichten vom Freitag zufolge wurde die festgesetzte De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi an einen unbekannten Ort gebracht worden. "Wir wissen nicht mehr, wo sie ist", zitierte die Nachrichten-Website "Myanmar Now" am Freitag einen Vertreter von Suu Kyis Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD). Die 75-jährige Friedensnobelpreisträgerin war nach dem Militärputsch Anfang Februar in der Hauptstadt Naypyitaw unter Hausarrest gestellt worden. Viele Länder haben das Vorgehen der Militärs scharf kritisiert, unter anderem die Staatengemeinschaft der sieben wichtigsten Industrieländer (G7). Myanmars Militär hatte am 1. Februar geputscht. An dem Tag hätte das am 8. November gewählte Parlament zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkommen sollen. Die NDL hatte die Wahl mit großem Vorsprung gewonnen, das Militär erkennt das Ergebnis aber nicht an und spricht von Betrug.
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Myanmars De-facto-Regierungschefin war zu Beginn des Militärputsches unter Hausarrest gestellt worden. Die Proteste für die Wiedereinsetzung der Regierung dauern an.

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