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Video 20 Jahre Afghanistan-Einsatz

Nach fast zwanzig Jahren ging 2021 der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan zu Ende. Am Mittwoch wurden die Angehörigen aller Kontingente bei mehreren Veranstaltungen geehrt, unter anderem von Vertretern des Bundestages und der Bundesregierung sowie von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. "Vor dem Hintergrund unserer Geschichte, aber auch unserer Interessen, darf Deutschland nicht gleichgültig sein, was in der Welt geschieht. Deshalb darf Rückzug von der Welt nicht unsere Antwort sein. Wir müssen uns der Welt stellen, so wie sie ist. Zugleich den Anspruch bewahren, sie nicht so zu lassen." Einigen Afghanistan-Veteranen geht die offizielle Ehrung nicht weit genug. Wirkliche Unterstützung für die oftmals schwerkranken Rückkehrer gebe es kaum, beklagt Andreas Eggert. Viele müssten oft jahrelang um staatliche Hilfen kämpfen. Der 45-Jährige fordert, "Dass Soldaten so schnell wie möglich in den sozialen Schutzmantel geholt werden. Die Soldaten kämpfen teilweise jahrelang, im Durchschnitt sind es 2,5 Jahre. In der Regel ist es länger. Für bei der Anerkennung von einem GdS, Grad der Schädigung von 30, reden wir von knapp 150 Euro monatlich, um die die kämpfen. Und das ist für viele Kameraden eben doch unverständlich." Von der Politik wünscht der Veteran sich, dass die Anerkennungsverfahren vereinfacht und schneller abgewickelt werden. Vor allem geht es ihm um die Wahrnehmung der Veteranen in der Gesellschaft.
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Einige Afghanistan-Veteranen weisen auf mangelnde Unterstützung für die oftmals schwerkranken Rückkehrer.

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