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Video 76 Jahre nach der Befreiung - virtueller Gedenktag für Auschwitz

Zäune und Gebäude, die unvorstellbares Leid ausgelöst haben. Am Mittwoch auf den Tag genau vor 76 Jahren wurden die letzten Überlebenden aus Auschwitz befreit. Überlebende des Vernichtungslagers gedachten in einer Online-Zeremonie der Befreiung durch die Sowjetarmee im Jahr 1945. Anita Lasker-Wallfisch ist eine der letzten bekannten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz. Aus ihrem Wohnort London übermittelte die 95-Jährige eine Botschaft: "Diese Menschen waren einfach nur Menschen, menschliche Wesen, bevor sie in Nationalitäten oder Religionen kategorisiert wurden. Indem wir leugnen, was geschah, und uns mit Hass vergiften, ermorden wir diese Opfer ein zweites Mal. Wir müssen dagegen ankämpfen, dass sich die Geschichte wiederholt, die Millionen, die hier ermordet wurden, ehren, unsere Angst vor dem, was wir nicht kennen, überwinden, Brücken bauen, miteinander reden, unsere Unterschiede feiern, denn in Wirklichkeit haben wir mehr gemeinsam, als uns trennt." Die üblichen Zeremonien, die normalerweise Überlebende aus der ganzen Welt sowie politische und religiöse Personen anzogen, wurden dieses Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt. Das, was möglich war, wurde online abgehalten. Das Museum und die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau erinnern an das Konzentrationslager, das während des Zweiten Weltkriegs von den Nazis auf polnischem Boden errichtet wurde. Mehr als 1,1 Millionen Menschen, die meisten von ihnen Juden, starben in den Gaskammern des Lagers oder an Hunger, Kälte und Krankheiten, darunter rund 200.000 Kinder.
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Die 95-jährige Anita Lasker-Wallfisch ist eine der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz. Aus London übermittelte sie eine Botschaft.

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