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Video Altmaier will nun doch mehr Klimaschutz

In der Vergangenheit übten Klimaschützer eher Kritik an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, auch wenn er mal mit dem Fahrrad kam. Denn in der Debatte um höhere EU-Klimaziele zeigte er sich bislang skeptisch und warnte vor einer Überlastung der Wirtschaft. Nun änderte der CDU-Politiker seinen Kurs in der Klimapolitik, er will Deutschland auf einen tiefgreifenden Wandel vorbereiten, hier drei Aussagen aus der Pressekonferenz am Freitag in Berlin: "Ich bin der Auffassung, dass wir Klimaschutz als die zentrale und vorrangige Herausforderung unserer Generation begreifen und auch entsprechend handeln müssen, transparent und nachvollziehbar. Wir können aufbauen auf den guten Konzepten, die es in Deutschland bereits gibt. Aber wir müssen wissen, dass sie nicht ausreichend sind." "Wir gehen seit Jahrzehnten einer ökologischen Katastrophe entgegen. Wir wissen dies seit drei Jahrzehnten. Wir haben reagiert, aber insgesamt nicht entschieden und nicht ausreichend genug." "Ich schlage vor, dass wir den Versuch unternehmen, noch vor Beginn des Bundestagswahlkampfes einen breiten, parteiübergreifenden Konsens über die klimapolitischen Handlungsmöglichkeiten herbeizuführen. Daran sollten nicht nur die im Bundestag vertretenen Parteien mitwirken, sondern auch weite Teile der Klima-Bewegung, der Wirtschaft, der Kirchen, der Religionsgemeinschaften." Bundesumweltministerin Svenja Schulze von der SPD lobte die Wende ihres Kabinettskollegen, im Prinzip. "Also, ich freue mich auf den neuen Rückenwind jetzt vom Bundeswirtschaftsminister. Wenn er die Idee schon zwei Jahre vorher gehabt hätte, dann hätten wir uns viele Streitereien sparen können, zum Beispiel über mein Klimaschutzgesetz, über den CO2-Preis oder auch über Abstandsregelungen zu Windkraftanlagen. Aber Klimaschutz, der ist immer konkret, und deswegen werde ich meinen Kollegen daran messen, ob er den Worten denn jetzt auch Taten folgen lässt." Altmaier schlug insgesamt 20 Punkte vor: So solle unter anderem bis 2050 für jedes Jahr ein CO2-Einsparziel sowie ein Anteil des Bruttoinlandsprodukts für Klimaschutz festgelegt werden. Bei einem höheren EU-Klimaziel müsse auch der geplante CO2-Preis in Deutschland steigen.
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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ändert seinen Kurs in der Klimapolitik und will Deutschland auf einen tiefgreifenden Wandel vorbereiten.

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