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Video Arche-Gründer: Kinderarmut wächst in Corona-Zeiten

Corona trifft offenbar viele, aber jedenfalls nicht alle gleichermaßen. Pastor Bernd Siggelkow weiß, wovon er spricht, wenn er die durch die Corona-Pandemie wachsende Benachteiligung von Kindern aus einkommensschwachen Familien anprangert. Vor 25 Jahren gründete Siggelkow die Hilfsorganisation "Die Arche", in deren Einrichtungen Kinder und Familien Unterstützung bekommen, hier Archivbilder. Am Dienstag forderte er in Berlin deutlich mehr und bessere Hilfe im Kampf gegen Kinderarmut: O-Ton: „Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie weit abgehängt viele unserer Kinder heute sind. Alleine das Homeschooling in vielen Familien hat überhaupt nicht funktioniert, gerade bei bildungsfernen Familien, wenn alleinerziehende Mütter unter Umständen 3, 4, 5 Kinder haben, auf engstem Raum zusammenleben." Pastor Siggelkow fordert auch daher eine Grundsicherung von 600 Euro pro Kind, um hier Abhilfe zu schaffen: O-Ton:„Davon sollen 300 Euro in die Familien gehen, die dem Kind zugute kommen und300 Euro in das Bildungssystem. Denn heute ist es auch noch so, dass die Bildung abhängig ist vom Einkommen der Eltern. Auch das kann nicht sein. Wenn Kinder heute in Deutsch oder in Mathe gefördert werden in der Schule, dann ist es eine Stunde pro Fach und Woche." Seit den Sommerferien, hier erneut Archivbilder, seien allein in der „Arche" im Berliner Stadtteil Hellersdorf 150 Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren dazugekommen, sagt Siggelkow. Der Bedarf an akuter Hilfe gegen Kinder-Armut sei also in Corona-Zeiten deutlich gewachsen - und das nicht nur in Berlin.
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Pastor Bernd Siggelkow fordert daher eine Grundsicherung von 600 Euro pro Kind, um Abhilfe zu schaffen.

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