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Video Australien und Facebook einigen sich

Nach dem Streit der letzten Tage haben sich die australische Regierung und der amerikanische Konzern Facebook auf einen Kompromiss geeinigt. In „den nächsten Tagen" werde Facebook seine Seiten wieder für Nachrichten aus Australien öffnen, erklärte die Regierung in Canberra. Seit Donnerstag vergangener Woche hatte der Konzern seine Nutzer daran gehindert, australische Nachrichten über ihre Seiten zu senden. Bei dem Streit geht es um den Beschluss der Regierung, die Internetkonzerne zu Zahlungen an die Verlagshäuser zu zwingen, wenn sie deren Inhalte verbreiten. Der australische Finanzminister Josh Frydenberg hatte wegen des Streits ein Telefongespräch mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg geführt: "Tatsache ist, dass ihr Verhalten in der vergangenen Woche bedauerlich war und ich habe das sehr direkt gegenüber Mark selbst zum Ausdruck gebracht. Ich habe gesagt, dass die australische Regierung nicht nur enttäuscht darüber war, was Facebook getan hat, sondern auch über die Art und Weise, wie sie es getan haben, denn wir wurden nicht im Voraus informiert. Die Regierung hat also eindeutig ihre Gefühle zum Ausdruck gebracht. Aber gleichzeitig bleibt unsere Verpflichtung gegenüber dem Kodex bestehen. Und das ist es, was wir jetzt durch das Parlament bringen werden. Der australische Chef von Facebook, Will Easton, zeigte sich erfreut. „Wir sind zufrieden damit, dass die australische Regierung einer Reihe von Änderungen und Garantien zugestimmt hat, die unsere Kernbedenken anerkennen, erklärte er. Nach Angaben der australischen Regierung soll Facebook nun mindestens einen Monat vor dem Bezahlzwang informiert werden, zudem sollen bis zu zwei Monate für Verhandlungen zugelassen werden. Erst wenn sich die Verlage und der Internetkonzern nicht auf einen Preis einigen können, soll ein Schiedsgericht angerufen werden können.
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Der amerikanische Konzern will seine Seiten wieder für Nachrichten aus Australien öffnen.

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