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Video Barenboim freut sich auf nächste Konzerte

Mit Musik der Tragödie in Beirut begegnen - das möchte Dirigent Daniel Barenboim mit seinem West-Eastern Divan Orchestra ab Donnerstag im Berliner Pierre-Boulez-Saal. Dort spielt das Orchester unter Leitung seines Chefdirigenten Barenboim Werke von Beethoven, Wagner, Schönberg und Boulez. Bei den letzten Orchesterproben vor den Konzerten zeigte sich Barenboim erleichtert, dass es unter seinen Musikern keine schwer verletzten Opfer der Explosionskatastrophe von Beirut gegeben habe: O-TON DIRIGENT DANIEL BARENBOIM, GRÜNDER DES WEST-EASTERN DIVAN ORCHESTRA ("Es war eine furchtbare Katastrophe und wir haben im Orchester mehrere Libanesen natürlich, von denen Gott sei Dank, was ich bis jetzt gehört habe, niemand, ein paar kleine Unfälle, aber nichts Ernsthaftes. Und ich glaube, die Tragödie ist sehr stark, die ganze Geschichte im Libanon ist sehr schwer, die Regierung ist zurückgetreten. Es ist furchtbar, die ganze Situation ist wirklich furchtbar.") Das besondere Orchester wurde vor gut 20 Jahren in Weimar gegründet. von Barenboim zusammen mit dem Literaturwissenschaftler Edward Said: Es bringt Musiker aus Israel und mehreren arabischen Staaten zusammen, zudem gibt es auch türkische und iranische Mitglieder. Barenboim sagt mit Blick auf den Nahost-Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern: O-TON DIRIGENT DANIEL BARENBOIM, GRÜNDER DES WEST-EASTERN DIVAN ORCHESTRA ("Das ist kein politischer Konflikt, das ist kein Konflikt, den man militärisch oder politisch lösen kann. Es ist ein menschliches Problem zwischen zwei Völkern, die zutiefst überzeugt sind, das Recht zu haben, auf dem gleichen Stück Land zu leben und am besten ohne den anderen.") Das Orchester als Gegenentwurf im Kleinen? Barenboim sagt, das Orchster sei "ganz wunderbar" geworden, aber es habe keinen Einfluss auf die politische Situation. Es sei ein Experiment einer kleinen Gruppe, die zeige: "Wenn man will, dann kann man."
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Bei den letzten Orchesterproben vor den Konzerten zeigte sich Chefdirigent Daniel Barenboim erleichtert, dass es unter den Musikern seines internationalen Ensembles keine schwer verletzten Opfer der Explosionskatastrophe von Beirut gegeben habe.

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