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Video Beamte streiken vor dem Bundesfinanzministerium

Am Donnerstag sind bundesweit Aktionen der Gewerkschaften im Rahmen der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst fortgesetzt worden. In Berlin folgten Beamte dem Aufruf des Deutschen Beamtenbunds, DBB, vor das Bundesfinanzministerium zu ziehen. Volker Geyer, DBB Fachvorstand Tarifpolitik wies die Vorstellung zurück, dass es wegen der zusätzlichen Ausgaben durch die Corona-Pandemie nur einen Inflationsausgleich für den öffentlichen Dienst geben könnte: "Der öffentliche Dienst ist systemrelevant und unsere Forderung mit 4,8 Prozent ist ja schon corona-angepasst. Wenn Corona nicht gewesen wäre, wäre unsere Forderung viel höher gewesen. Und das jetzt hier zu verweigern und im Endeffekt zu sagen: Es gibt nichts. Es gibt nur den Inflationsausgleich. Das halten wir für skandalös." Und auch die Streikenden fühlen sich mit ihren Forderungen absolut im Recht: O-TON WARNSTREIKENDE GUNDEL RIEWE: "Das kann also wirklich nicht sein, dass es erst hieß: Ihr seid so wichtig, ihr seid so toll. Und wenn es dann darum geht, das Portemonnaie aufzumachen und den Leuten ein bisschen Geld mehr zu geben, es dann immer heißt: Nein, das geht nicht. Ich meine, es gibt andere Projekte, wo sehr viel Geld reingeht. Ich denke nur an unseren Flughafen hier in Berlin, wo schon wieder nachgebessert werden muss." O-TON WARNSTREIKENDER THOMAS KUBEIN: "Aber der öffentliche Dienst ist ja das System, also eigentlich das Blut, das durch die Adern des Systems fließt. Da müssen die Blutwerte stimmen und deswegen wollen wir wertgeschätzt werden." O-TON WARNSTREIKENDER ULRICH DÖHL: "Wir sind eigentlich der größte Arbeitgeber in der Bundesrepublik, die Arbeitsverwaltung. Das sehen die wenigsten und deswegen sind wir heute hier, damit wir angemessen und gerecht belohnt werden." Verdi und der Deutsche Beamtenbund fordern unter anderem eine Erhöhung der Entgelte um 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die nächste Verhandlungsrunde ist in der zweiten Oktoberhälfte geplant.
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Verdi und der Deutsche Beamtenbund fordern unter anderem eine Erhöhung der Entgelte um 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

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