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Video Berg-Karabach vor humanitärer Katastrophe

Trotz der am Samstag vereinbarten Waffenruhe gehen in der umstrittenen Region Berg-Karabach die Kämpfe unvermindert weiter. Aserbaidschan und Armenien werfen sich gegenseitig vor, Angriffe gestartet zu haben. Beide Seiten behaupten, in den Kämpfen die Oberhand zu haben. Unabhängig überprüfen lassen sich die Behauptungen nicht. Unterdessen bahnt sich in der Gebirgsregion eine humanitäre Katastrophe an. Die Regierung hat alle erwachsenen Einwohner zum Kämpfen aufgefordert. Viele Menschen haben ihre Häuser verloren und auch die Zahl der Opfer wird größer. O-TON CAVID AHMEDOV, EINWOHNER VON BAHARLI: "Beim Beschuss mit schwerer Artillerie wurden zwei Dorfbewohner verwundet. Sie sind im Krankenhaus, einer von ihnen hat eine Gesichtsverletzung, der andere wurde unterhalb der Hüfte schwer verletzt. Und so sieht das Haus aus. Wir haben keine Angst vor diesem Feind, wir hatten nie Angst. Wir haben nie den Ort verlasen, an dem wir leben. Wir sind immer bereit zur Waffe zu greifen und zu kämpfen. Und wir unterstützen unseren Präsidenten." In der Ortschaft Martekert bombardierte die aserbaidschanische Armee ein Krankenhaus. Das gesamte Gelände wurde zerstört, auch die Krankenwagen. O-TON GEORG, ARZT: "Die Verletzten haben Schrapnell-Splitter im Körper. Diese Waffen sind verboten, es sind Massenvernichtungswaffen. Ich bin Arzt, ich habe es selbst gesehen. Wir haben Röntgenbilder, wir haben die Splitter, die wir aus Verletzten herausoperiert haben." Die Gebirgsregion gehört völkerrechtlich zu Aserbaidschan, wird aber von ethnischen Karabach-Armeniern bewohnt. 1991 erklärte sich die Region für unabhängig, was aber international nicht anerkannt ist. Seitdem kommt es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen, wobei Armenien an der Seite Berg-Karabachs gegen Aserbaidschan kämpft.
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In der Kaukasus-Region dauern die Kämpfe an. Die Zivilbevölkerung leidet massiv.

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