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Video Brasilien: Zehntausende protestieren gegen Bolsonaro

Aus Protest gegen das Corona-Krisenmanagement der Regierung sind in Brasilien erneut Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. Ihre Wut richtete sich vor allem gegen Staatschef Jair Bolsonaro, dem die Demonstrierenden Versagen bei der Pandemiebekämpfung vorwerfen. Dem Protestaufruf der Opposition folgten Tausende Menschen in mehr als 40 Städten. Vielerorts wurde der Rücktritt des Präsidenten gefordert. Ihm wird vorgeworfen, die Corona-Pandemie massiv verschlimmert zu haben, indem er die Gefahren des Virus immer wieder herunterspielte und den Nutzen von Impfungen infrage stellte. "Wenn wir während einer Pandemie auf die Straße gehen, dann machen wir es, weil wir es nicht mehr aushalten." "Die Leute auf der Straße - das ist Demokratie. Bolsonaro steht nicht für Brasilien" Brasiliens Oberster Gerichtshof hat Ermittlungen gegen Bolsonaro in Zusammenhang mit mutmaßlicher Korruption bei einem Impfstoffvertrag zugelassen. Laut Staatsanwaltschaft soll er bei der Beschaffung eines indischen Impfstoffes seine Amtspflichten verletzt haben. Ein Untersuchungsausschuss des Senats hat den Verdacht erhoben, dass der Impfstoff überteuert und dass Korruption im Spiel war. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe setzte die Regierung den Vertrag aus. Bolsonaro bestreitet jedes Fehlverhalten. Die Infektionslage in Brasilien ist nach wie vor angespannt: Zuletzt registrierte das Gesundheitsministerium 54.556 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden, wie es am Samstag mitteilte. Seit Beginn der Pandemie haben sich in Brasilien 18,7 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
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Gegen Staatschef Jair Bolsonaro laufen Ermittlungen wegen Korruptionsverdacht.

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