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Video Commerzbank kehrt überraschend in schwarze Zahlen zurück

Die Commerzbank ist mitten in ihrem Radikalumbau und der Corona-Pandemie in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Vorstandschef Manfred Knof versprühte bei der Präsentation der Quartalszahlen am Mittwoch Zuversicht und hob die Jahresziele an. Unter dem Strich erwirtschaftete die Commerzbank im ersten Quartal einen Gewinn von 133 Millionen Euro nach einem Verlust von 291 Millionen Euro vor Jahresfrist. Analysten hatten mit einem erneuten Verlust gerechnet. "Nach dem sehr guten Jahresauftakt sind wir trotz der anhaltenden Pandemie für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlicher geworden und heben unseren Jahresaublick an." Der ehemalige Deutsche-Bank- und Allianz-Manager gilt als harter Sanierer und hat der Commerzbank eine strikte Sanierung verpasst: Weltweit fallen 10.000 Jobs weg, hunderte Filialen werden dichtgemacht, das Kapitalmarktgeschäft und die Präsenz im Ausland schrumpft. Der Umbau kostet mehr als zwei Milliarden Euro. "Wir werden in unserer neuen Aufstellung mit deutlich weniger Filialen auskommen. Vor Corona hatten wir deutschlandweit 1000 Standorte. 2023 werden es rund 450 sein." 2020 hatten die Frankfurter wegen der Corona-Krise und der Restrukturierung einen Verlust von 2,9 Milliarden Euro eingefahren. Dieses Jahr soll zumindest das Betriebsergebnis wieder deutlich positiv sein. Die Commerzbank erhofft sich aus höheren Gebühren für Girokonten Einnahmen von jährlich rund 100 Millionen Euro. Die Commerzbank-Aktien legten seit Mitte April um rund ein Drittel zu.
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Im ersten Quartal legten die Erträge dank eines höheren Provisionsüberschusses und positiver Bewertungseffekte bei Absicherungsgeschäften um 35 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zu.

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