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Video Corona-Gewinner: Höhenflug mit FFP2-Masken

Es ist eine Erfolgsgeschichte in und zugleich wegen der Corona-Krise. Bei der im bayerischen Altheim/Essenbach ansässigen Firma SWS-Medicare rutschen die FFP2-Masken derzeit nur so von den Produktionsbändern, auch aufgrund der Maskenpflicht, die vielerorts nicht nur im Freistaat gilt. Im Drei-Schicht-System fertigen die Mitarbeiter mithilfe der eigens angeschafften Maschinen momentan pro Woche rund 1,3 Millionen Schutzmasken, diese Zahl soll bald verdoppelt werden, so der Plan der drei Gründer. Einer von ihnen ist Orhan Söhmelioglu, er beschreibt die bisher steil aufwärts verlaufende Unternehmensgeschichte so: "Also wir haben im April die Ausschreibung gewonnen, im Mai die Maskenmaschinen bestellt und bezahlt. Im Juli haben wir unsere Hallenschlüssel bekommen, und am 3. August haben wir mit 14 Leuten die Produktion gestartet. Am 10. September waren wir schon 110 Leute. Ende September waren wir drei Standorte, also ein zusätzliches Lager, eine zusätzliche Produktion und die Hauptfirma hier. Anfang Oktober haben wir ein weiteres Schichtmodell eingeführt, Ende Oktober waren wir schon über 200 Leute." Nach Angaben auf der firmeneigenen Internetseite zähle man zu den "ersten Unternehmen in Deutschland mit zertifizierten Masken aus deutscher Produktion." Dabei handele es sich um hochwertige Ware, garantiert schadstofffrei, versichern die dynamischen Geschäftsführer. Das eigene Erfolgskonzept sieht Sabahattin Incekalan dabei gewissermaßen als ein Beispiel für gelungene Integration der Enkelgeneration türkischer Einwanderer, frei nach dem Motto "vom Gastarbeiter zum Arbeitgeber". Aber dafür bedürfe es auch entschiedenen Engagements. "Wenn man eine Idee hat, muss man dahinter stehen und Vollgas geben. Was unterscheidet uns von einem Großkonzern? Die Großkonzerne brauchen erst mal ein Jahr zum Planen, und wir setzen um. Wir agieren, wir reagieren, und wir setzen um. Sonst hätten wir das, was Sie hier sehen, diese Produktionsstätte, in fünf Monaten nie im Leben auf die Beine stellen können." Auf die Beine gestellt haben die Firmengründer übrigens auch eine beachtenswerte Spendenaktion. So wurden bereits 250.000 Masken unter anderem an Kommunen, Stadtwerke oder Unterkünfte für Geflüchtete ausgegeben, Ware mit dem stattlichen Verkaufswert von rund einer Million Euro.
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Drei bayerische Jungunternehmer haben die Maskennachfrage als Chance erkannt und sind in die Produktion eingestiegen. Bei guten Ideen müsse man Vollgas geben, erklärt einer der bislang erfolgreichen Geschäftsführer.

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