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Video Covid-19-Reha: Gymnastik unter Tage

Einblick in eine Welt unter Tage. In dieser ehemaligen Salzmine in der Nähe von Krakau kommen genesende Covid-19-Patienten wieder zu Kräften. In der UNESCO-Welterbestätte treiben sie Sport und atmen dabei die salzhaltige Luft. So auch Joszef Biros. Der 58-Jährige hatte sich im November mit dem Coronavirus angesteckt und absolviert nun einen dreiwöchigen Reha-Kurs. "Ich litt lange unter Ohrensausen, Angstzuständen, ich wurde schnell müde und bekam beim Treppensteigen schlecht Luft." Das Training in der Salzmine habe ihm geholfen. Mittlerweile könne er sich wieder ohne Schwierigkeiten die Schuhe binden. Hier unten ist die Luft frei von Luftverschmutzung. Das hilft den Patienten, weiß die Ärztin Magdalena Kostrzon. "Die Luft strömt durch Salzkorridore und Kammern, so wird sie von Verschmutzungen gereinigt und mit Salzaerosolen angereichert. Das feuchte Klima unterstützt die Atemwege bei der Heilung." Bereits im 19. Jahrhundert profitierten Patienten mit Atemwegserkrankungen von der salzhaltigen Luft. Seither zieht die Mine mit ihrer in den Stein gehauenen Kirche Touristen an. Allein im Jahr 2019 kamen rund 1,8 Millionen Besucher. Die Coronavirus-Pandemie hat dem, wie vielerorts, ein Ende gesetzt. Der Zugang zur Mine von Wieliczka bleibt vorerst Covid-19-Patienten vorbehalten.
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In einer Salzmine bei Krakau verbessern Patienten ihre Kondition. Zwar liegt ihre Infektion in der Vergangenheit, doch leiden viele der Frauen und Männer noch immer unter Atemnot.

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