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Video Daimler will gegen Corona-Krise ansparen

Im Rahmen einer virtuell abgehaltenen Hauptversammlung am Mittwoch hat Autobauer Daimler wegen der Corona-Krise erneut einen verschärften Sparkurs angekündigt. Details blieb Vorstandschef Ola Källenius aber zunächst schuldig. Bisher habe man vor allem die Transformation hin zu Elektroautos bewältigen müssen, aber keine weltweite Rezession. "Deswegen schärfen wir unseren Kurs nach. Derzeit befinden wir uns mit den Arbeitnehmervertretern in konstruktiven Verhandlungen." Bereits im November hatte der neue Daimler-Chef Pläne vorgestellt, nach denen mehr als anderthalb Milliarden Euro eingespart werden sollten, unter anderem durch den Wegfall von 10.000 Arbeitsplätzen. Seither hat die Covid-19-Pandemie aber die Lage in der Autoindustrie weiter dramatisch verschlechtert. Die Verkaufszahl von Mercedes-Benz und Smart sank im zweiten Quartal um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Für Daimler gibt allein der Absatz in China Grund zur Hoffnung. Von April bis Juni hat das Unternehmen dort seinen zweitbesten Quartalsabsatz erreicht. Manche Anteilseigner sehen den Premiumautobauer in einem erbärmlichem Zustand: Daimler sei ein Sanierungsfall und gebe ein schwaches Bild ab, so Aktionärsvertreter. Viele der mehr als 400 schriftlich eingereichten Fragen zur Hauptversammlung kreisten um die wachsenden Kostenrisiken im Dieselskandal. 2019 musste der Dax-Konzern rund vier Milliarden Euro für Rückstellungen, Bußgeld und Rückrufkosten aufwenden. Eine unabhängige Anwaltskanzlei soll untersuchen, ob Vorstandsmitglieder für die Manipulation von Diesel-Abgasen verantwortlich seien. Aufsichtsrat und Vorstand wollten alles Erdenkliche tun, um die Sachverhalte aufzuklären und erforderliche Maßnahmen zu ergreifen.
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Manche Anteilseigner sehen den Premiumautobauer in einem erbärmlichem Zustand: Daimler sei ein Sanierungsfall und gebe ein schwaches Bild ab, so Aktionärsvertreter.

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