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Video Deutsch-libanesische Skateboarder trainieren für Olympia

Trainieren für Olympia. Dies ist die spannende Geschichte der zwei libanesisch-deutschen Brüder Pacel und Ali Khachab.Ihr Ziel ist es, für den Libanon bei der diesjährigen Sommer-Olympiade in Tokio zu starten. Die Vorbereitung dafür absolvieren sie, soweit möglich, in Deutschland. Dazu der 29-jährige Ali Khachab kürzlich in München: "Es ist auf jeden Fall so, dass wir deutschlandweit schon immer auch bei sehr guten Wettbewerben mitgefahren sind, wo das Niveau auch immer sehr, sehr hoch war. Und dadurch haben wir natürlich einen Vorteil gegenüber den Skatern aus dem Libanon, die jetzt noch nicht mal wirklich einen Skatepark haben. Und diese Erfahrung braucht man einfach. Auch einen gewissen Standard bei Wettbewerben muss man schon haben. Und den Druck auch aushalten können dort." Ihr Know-how in den Libanon bringen, das wär's. Denn in München haben sie vor zwei Jahren eine Skateschule gegründet. Nun versuchen sie dort mit Mitteln einer Crowd-Funding-Kampagne bis zum Frühling eine Skatehalle in Betrieb zu nehmen. Ein Konzept, das sie dann gerne auch im Libanon umsetzen würden, wie der 27-jährige Pacel Khachab erklärt: "Man spricht da ja von ein paar Hundert, also in ganz Beirut, kann ich sagen, glaub ich, sind ein paar hundert Skater mehr (Ali: Ein bisschen mehr mittlerweile schon.) Ja, und in Deutschland, im Vergleich, ist es halt pro Stadt hat man schon mehrere tausend Skater, was natürlich auch eine andere Gegebenheit bietet. Also, mit Skateparks. Man hat viele Möglichkeiten hier zu skaten. Und im Libanon gibt's leider noch keinen einzigen Skatepark, zumindest in Beirut nicht. Und das würden wir ganz gerne ändern. Wenn wir hier mit der Halle erfolgreich sind, sondern auch mit Olympia. Dass wir dann eben auch im Libanon einen Skatepark bauen und am liebsten natürlich in unserer Stadt, in Beirut." Ali und Pacel skaten seit 17 Jahren in Deutschland. Sie sind hier geboren und Kinder von Einwanderern aus Beirut. Eine Teilnahme bei Olympia wäre ein Traum und würde vermutlich den Skateboardern im Libanon einen mächtigen Schub verpassen. Wegen der Corona-Pandemie wurden die Olympischen Spiele von Tokio bereits um ein Jahr verschoben. Aber wenn sie in diesem Sommer stattfinden sollten, dann wäre es das erste Mal, dass dort auch Skateboard-Wettbewerbe ausgerichtet würden.
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Neben dem sportlichen Erfolg würden sie gerne auch ihr deutsches Know-how in den Libanon bringen.

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