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Video DFL einigt sich auf Leitfaden für Spiele vor Zuschauern

(O-Ton Christian Seifert zur Frage nach Alkoholkonsum vor den Stadien) "Also das Wort der Druckbetankung, möchte ich ausdrücklich sagen, stammt von Ihnen. Das haben Sie hier eingeführt in diese Richtung, in diese Runde. Das ist natürlich eine durchaus legitime Frage" (Sprechertext) Ob und wie die Bundesliga wieder mit Fans in den Stadien zurückkommen wird, ist noch nicht entschieden. Die Deutsche Fußball-Liga rechnet laut ihrem Geschäftsführer Christian Seifert auch nicht mit einer schnellen Rückkehr zur Normalität. "Priorität, das möchte ich ausdrücklich betonen, Priorität in Deutschland haben derzeit nicht volle Stadien. Priorität hat nach wie vor die gesundheitliche Situation." Zuschauer werden laut Seifert nur schrittweise wieder in die Stadien zurückkehren können. Die 36 Vereine der ersten und zweiten Liga haben sich hierfür bereits auf gemeinsame Richtlinien geeinigt. Bis zum 31. Oktober soll es in den Stadien keine Stehplätze und auch keinen Alkoholausschank geben. Alkohol werde nur verkauft mit Erlaubnis der zuständigen Behörde. Tickets für Gästefans sollen bis Ende des Jahres ebenfalls nicht verkauft werden. Heimfans sollen personalisierte Eintrittskarten kriegen. "Wir müssen erst einmal neue Prozesse lernen. Jeder Klub, jeder Verantwortliche dort vor Ort muss neue Prozesse lernen, und diese Prozesse müssen sich einspielen." Ein tragfähiges Hygienekonzept soll in den nächsten 14 Tagen zusammen mit den zuständigen Ministerien vorgelegt werden. Die positiven Signale aus der Politik, die man im Juni noch bekommen habe, seien laut Seifert in Hinblick auf die wieder steigenden Infektionszahlen im Land zurückhaltender geworden. "Die DFL erwartet hier auch nichts. Wir fordern auch nichts, aber wir bereiten uns darauf vor, dass wir diesen kleinen Schritt in Richtung Normalität, nämlich wieder Zuschauer in den Stadien begrüßen zu dürfen, eben dann auch gehen können, wenn der Zeitpunkt gekommen ist." Die 58. Bundesligasaison soll am 18. September beginnen, egal ob mit oder ohne Zuschauer, was laut Union-Kapitän Christopher Trimmel ja auch irgendwie ging: "Ich habe viele Therapeuten gesehen, die auf irgendwelchen Koffern herumgetrommelt haben, Köche auf Pfannen, ich weiß nicht, was ich alles gesehen habe. Das ist einfach wichtig. Man merkt, jeder Einzelne ist wichtig, und das hat mir eigentlich nur gezeigt, dass es wichtig ist, dass überhaupt Menschen rein gehören. Und ich glaube, es ist wirklich wichtig und schön - vor allem wir haben jetzt vor leeren Rängen gespielt - auch wenn es nur hundert sind. Hundert sind besser als gar keiner. Und auch die werden Stimmung machen."
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Die 36 Vereine haben sich darauf geeinigt, bis Ende Oktober keine Stehplätze oder Alkohol anzubieten. Tickets für Gästefans sollen bis Ende des Jahres nicht verkauft werden.

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