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Video Die Luft nach oben ist dünner - Nikolausaktion für bedürftige Familien

Die Nikoläuse bzw. Nikoläusinnen der Kinderstiftung Arche schwärmen aus, und das nicht nur in Berlin. Bundesweit konnten sich am Freitag rund 4.500 Kinder in 1.630 Familien über einen Besuch der Rotgewandeten freuen, inklusive kleiner Überraschungen. Denn wenn die Kinder pandemiebedingt für ein warmes Mittagessen oder Hilfe bei den Hausaufgaben nicht in die Arche kommen können, kommt die Arche eben zu ihnen, was bei den Kindern wiederum gut ankommt. Da gibt es bei Emil, Oskar, Emilia und Felix zu hause sogar ein festliches Begrüßungsständchen für die Gäste. Ihre Mutter weiß den festlichen Sondereinsatz zu schätzen. "Das wird ja dieses Jahr ja leider alles nicht so sein, und das fehlt dieses Jahr schon, und das ist halt traurig. Aber die Arche probiert trotzdem, wenn die Kinder da sind, irgendein Programm zu zaubern, sag ich jetzt mal, was mit Weihnachten zu tun hat, weil leider ist ja Weihnachten dieses Jahr irgendwie ein bisschen komisch, sag ich jetzt mal, man kann nicht, man sieht draußen kaum Weihnacht. Also einen Weihnachtsmarkt gibt es ja nicht oder irgendwas, was so ein bisschen an Weihnachten mehr erinnert, außer die Beleuchtung." Da soll die Weihnachtsaktion wenigstens ein bisschen Extra-Freude bescheren. Die Stiftung unterstützt Kinder aus einkommensschwachen Familien an 27 Standorten. Dabei geht es für die Geschenkeboten speziell derzeit aber auch darum, einen kleinen Einblick in die häusliche Umgebung ihrer Schützlinge zu erhaschen. Das sei gerade in Zeiten von Lockdown und Isolationserfahrungen wichtig, sagt Arche-Gründer Bernd Siggelkow. "Also die Luft nach oben ist natürlich dünner, weil die Anspannung ganz groß ist. Die Kinder können sich mit weniger Freunden treffen, sie können weniger rausgehen. Die Angst vor Corona ist groß, und dadurch ist zu Hause natürlich ganz viel Stau. Und manchmal muss dieser Stau irgendwo hin. Und dann führt das natürlich auch manchmal zu häuslichen Problemen, dass jemand mal etwas kaputt schlägt oder wütend wird, kann man ja auch verstehen. Da müssen Kinder manchmal zu Hause bleiben, weil in der Klasse Corona ist, sind dann wieder in Quarantäne, dürfen nicht raus. Das ist schon eine unmögliche Herausforderung für die Kinder." Mit dem Nikolauseinsatz wolle man zeigen, dass sie auch in der Adventszeit nicht vergessen seien. Dabei sind Arche-Helfer auch darüber hinaus zu Stelle, physisch oder digital. Sei es zur Verteilung von Lebensmittelspenden, Spielzeug und Kleidung in den Familien oder aber auch zur Online-Unterstützung beim Lernen daheim.
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Unter dem Motto: "Weihnachten trotz(t) Corona!" haben Helfer der Kinderstiftung Arche am Freitag Kindern Nikolausbesuche abgestattet.

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