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Video Drag Queen und ethnische Minderheit - Taiwaner kämpfen für ihre Rechte

In dieser Bar in Taipei - der Hauptstadt von Taiwan - ist Vilian ein kleiner Star. Wenn die Drag Queen auf die Bühne kommt, stehen im Publikum die Fans. Wenige wissen, das Villian mit ihren Auftritten auch für ihre Rechte kämpfen will. Als Teil der LGBTQ+ Community und als Bunun, einer ethnischen Minderheit in Taiwan, muss der 28-Jährige oft gegen Diskriminierung kämpfen. Doch es gibt Zeichen der Veränderung. Taiwan hat 2019 als erstes asiatisches Land die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert. Und die Drag-Queen-Szene auf der Insel ändert sich auch: "Der Anteil der heterosexuellen Fans nimmt sehr zu. Das liegt sicher daran, dass inzwischen viele offen über diese Dinge reden - Homo-Ehe, Homosexualität, Bisexualität, und so. Die Leute halten das jetzt nicht mehr für was Verbotenes. Es ist Teil des Lebens, des Alltags geworden." Unter den ethnischen Minderheiten in Taiwan sind Themen wie „Geschlechterrollen" und sexuelle Orientierung oft sensible Punkte. Homo-Ehe oder gleichgeschlechtliche Eltern treffen hier oft auf traditionelle Werte und konservatives Christentum. Das weiss auch Drag Queen Boo Boo: "Ich glaube es gibt bei den Minderheiten viele wie mich. Und ihre Lage ist oft schwierig. Ich muss in meiner Familie keine Führungsrolle übernehmen. Aber ein Bekannter zum Beispiel - Er ist schwul. Er ist aber auch der nächste Führer seines Familienclans und er ist Christ. Da gibt es einiges zu besprechen. Ich kann mich glücklich schätzen, dass meine Familie, meine Mutter und mein Bruder, verstehen, wie ich lebe. Und sie unterstützen mich darin. Das ist eine große Erleichterung für mich." Vilian und Boo Boo wollen sich nicht einschränken lassen. Sie hoffen auf mehr Dialog - auf der Bühne oder auf der Straße, um so mehr Verständnis in der Gesellschaft zu erreichen.
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Die LGBTQ+ Community in Taiwan spürt eine langsame Veränderung in der Gesellschaft.

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