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Video Elfenbeinküste: Tote nach Demonstrationen gegen Outtara

Seit mehreren Tagen kommt es in der Elfenbeinküste zu Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern von Präsident Alassane Outtara. Auch die Polizei geht gewaltsam gegen die Demonstrierenden vor, wie hier am Donnerstag in der Stadt Abidjan, wo sie Tränengas einsetzte, Straßenbarrikaden auflöste und Leute festnahm. In zwei Tagen seien bereits vier Menschen bei Auseinandersetzungen ums Leben gekommen, berichten Politiker und verschiedene Medien. Auslöser für den Unmut der Regierungsgegner, ist Outtaras verfassungswidriges Vorhaben, eine dritte Amtszeit regieren zu wollen. Eigentlich würde diese im Oktober enden. Ein Demonstrant: "Wir haben es satt. Was wir der nächsten Generation zurücklassen sind Schulden, Vergiftung, Gefängnis. Wir haben genug. Wir haben ein Land, wir haben eine Hoffnung und ein Anliegen. Ich werde dafür sterben, ich gebe mein Leben dafür, das ist für die Elfenbeinküste." Der 78-Jährige argumentiert, dass die neue Verfassung im Jahr 2016 wie ein "Reset-Knopf" wirke und es ihm daher erlaubt sei, neu zu kandidieren. Die Opposition wirft ihm Verletzung der Amtszeitbeschränkung vor. Die westafrikanische Nation hat in den vergangenen Jahren schwere Krisen durchlebt - einen Militärputsch im Jahr 1999, einen Bürgerkrieg im Jahr 2002 sowie schwere Gewalt mit über 3000 Toten nach der Präsidentschaftswahl im Jahr 2010.
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In den vergangenen Tagen ist es zu Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegner von Präsident Alassane Outtara gekommen. Dieser will verfassungswidrig weiterregieren.

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