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Video Endlich ausstrecken: Leben auf 27qm

So sieht es aus, wenn auch ein wenig schneller abgespielt, wenn in Hongkong neue Wohneinheiten entstehen. In der chinesischen Metropole mit rund 7,5 Millionen Einwohnern arbeiten die Bauarbeiter mit Hochdruck daran, diese neuen Wohncontainer-Konzepte zusammenzubauen. Denn in einer der bevölkerungsdichtesten Städte der Welt fehlt es an bezahlbarem Wohnraum. Vor allem Menschen, die nicht so viel Geld haben, sollen hier übergangsweise einziehen, bevor ihnen eine öffentliche Wohnung zugeteilt wird. Für die dreiköpfige Familie von Lau Kai Fai ist ein Traum in Erfüllung gegangen. 27 Quadratmeter sind für seine Frau, seinen Sohn und ihn etwas Besonderes: „Die größte Verbesserung ist die Luftqualität innerhalb der Wohnung. Auch die Wohnfläche ist größer als vorher und es gibt mehr Möglichkeiten, in denen ich meinen Körper ganz ausstrecken kann." 27 Quadratmeter - Der Wohnraum für die Familie hat sich im Vergleich zu ihrer vorherigen Wohnung verdreifacht. Oft leben ganze Familien in kleinen Zimmern, da es einfach keinen bezahlbaren Platz mehr gibt. Laus Frau Tian Jiayu sagt: „Da, wo wir vorher gelebt haben, konnte man nicht mal mehr als zwei Schüsseln auf den Tisch stellen. Wir mussten uns abwechseln, um Essen zu können. Mein Sohn musste warten bis wir fertig waren. Jetzt können wir alle zusammen Essen." Jiayu und ihre Familie haben von der Initiative der Stadt Hongkong profitiert. Rund 200.000 Menschen sollen über dieses Programm langfristig eigene Wohnungen bekommen. Durchschnittlich warten diese Menschen 5,5 Jahre darauf. Viele teilen sich seit Jahren Wohnungen mit fremden Familien. Coco Chan tut das, wenn auch unfreiwillig: "Der Platz ist zu klein, es gibt keinen Raum für Aktivitäten. Mein Sohn kann nur auf diesem Bett bleiben oder im Wohnzimmer stehen. Und wie, er kommt da ja noch nicht mal selber raus. Wir haben ihn immer in den Park gebracht, aber jetzt geht das ja nicht mehr wegen Covid." Die Initiative setzt den Anfang für die Bewältigung eines Riesenproblems. Mehr als 1 Million der 7,5 Millionen Hongkonger leben in Armut. Bis Juni wurden 800 Übergangswohnungen gebaut, von denen 15.000 in den nächsten drei Jahren geplant sind.
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In der chinesischen Riesenmetropole fehlt es an Wohnraum. Die letzten Flächen werden mit platzsparenden Wohncontainer-Hochhäusern bebaut.

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