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Video Endstation Guatemala

Endstation Guatemala. Für viele Migranten aus Honduras, die rund eine Woche zuvor zu Fuß losmarschiert waren, um es bis in die USA zu schaffen, ist bereits Schluss. Die Behörden in Guatemala sind mit verstärkten Sicherheitskräften und zum Teil mit Gewalt gegen die Migranten vorgegangen. Die Menschen sind verzweifelt, wie diese Betroffenen am Dienstag am Grenzort El Florido zwischen Guatemala und Honduras bestätigen: HONDURANISCHE MIGRANTIN, ROSA MARIA BAQUEDANDO: "Es war ein schlimmes Gefühl, weil sie uns nicht durchlassen wollten. Vor einem Abend wurde ein Aufstand gegen alle Honduraner gemacht und uns gesagt, dass wir in unser Land zurückkehren müssen. Und wenn wir nicht zurückkehren, haben sie gesagt, dass sie uns mit Gewalt entfernen würden. Daran war auch die Polizei beteiligt. Daher sind wir weggerannt und haben uns hinter einem Haus versteckt. Man hat uns geholfen, damit die Kinder nicht verletzen werden. Es wurden auch Schüsse abgegeben." HONDURANISCHER MIGRANT, JOSE ADAN: "Wir wollen selbstständig das Land durchqueren. Wir hatten gehofft, dass sie uns helfen. Aber im Moment wird uns gesagt, dass das nicht möglich ist. Wir würden gerne eine Weile bleiben, um zu sehen, ob wir Arbeit finden mit unserer Familie. Denn wenn wir zurück nach Tegucigalpa gehen, haben wir nichts. Wir haben alles verkauft, um reisen zu können. Wir haben nichts, wohin wir zurückgehen könnten. Es gibt auch keine Arbeit.'' Die Behörden in Guatemala bieten freiwillige Busfahrten zurück nach Honduras an. Der Grund für die Menschen ihr Land zu verlassen, liegt in der wirtschaftlichen Krise, die durch die Corona-Pandemie und mehrere Tropenstürme noch verstärkt wurde. Darüber hinaus herrscht an vielen Orten Gewalt durch Bandenkriminalität. Daher hatten sich vor etwa einer Woche rund 8.000 Menschen auf den Weg gemacht, um zu Fuß von Honduras über Guatemala und Mexiko bis in die USA zu gelangen.
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Die Behörden bieten den Migranten aus Honduras freiwillige Busfahrten zurück in ihr Land an.

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