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Video Erste und einzige Profi-Surferin Senegals

Sie ist die erste und bisher einzige Profi-Surferin Senegals: Khadjou Sambe. Die Senegalesin ist Anfang zwanzig und surfte mit 14 ihre ersten Wellen. Und mittlerweile hat sie beeindruckende Fähigkeiten entwickelt: "Wenn ich im Wasser bin, fühle ich etwas Außergewöhnliches, etwas Besonderes in meinem Herzen. Denn man fühlt tatsächlich etwas in seinem Körper, in seinem Herzen. Es ist unglaublich, wenn man im Wasser ist, vergisst man auch alle seine Probleme. Man denkt, man sei in einer anderen Welt. Man denkt, man sei an einem besonderen Ort." Doch für ihre Passion musste sie mit vielen Traditionen brechen. Denn im Senegal herrscht in der Regel eine klare Rollenverteilung. Von Frauen wird erwartet, dass sie den Haushalt führen und für die Familie da sind. Nicht so bei Khadjou Sambe. Sie arbeitet in einer Surfschule und für ihre Schützlinge hat sie ein paar nützliche Erfahrungen parat, die ihr sehr wichtig sind: "Ich sage den jungen Mädchen, die mit dem Surfen anfangen, dass sie nicht auf andere Leute hören sollen. Sie müssen ihre Ohren zumachen, sich konzentrieren, ihren Weg gehen und sich auf ihr Training konzentrieren. Denn ich habe genau das gleiche bereits durchgemacht." Entdeckt wurden die senegalesische Surferin von Rhonda Harper. Sie ist Gründerin der Gruppe "Black Girls Surf", die in den USA beheimatet ist. Mittlerweile gibt es jedoch in vier Ländern Afrikas Surfschulen für schwarze Frauen und Mädchen: Ghana, Liberia, Sierra Leone und Senegal. Durch Spenden kommen sie an Geld und Ausrüstung. Harper kennt Khadjou Sambe sehr gut und beschreibt die Arbeit mit der Profi-Athletin so: "Es ist, als würde man versuchen, ein Seil um einen Tornado zu legen, um ihn zu besiegen. Denn sie ist eine so dynamische Surferin, dass man sie nur schwer bändigen kann." Doch Disziplin gehört sicher mit dazu, wenn die Surferin an ihrem Ziel, nämlich der Teilnahme an den Olympischen Spielen von Tokio, festhalten will. Durch die Corona-Pandemie hat sie jedoch etwas Zeit dazu gewonnen. Denn die Spiele wurden vorerst auf den Sommer 2021 verschoben. Dort wird Wellenreiten erstmalig mit im Programm sein.
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Das Ziel von Khadjou Sambe sind die Olympischen Sommerspiel. Bis dahin trainiert und unterrichtet sie Frauen und Mädchen im Senegal.

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