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Video EU-Behörde stellt sich hinter AstraZeneca Impfstoff

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA spricht sich weiterhin für den Impfstoff von AstraZeneca aus. Es sei zwar ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Wirkstoff und sehr seltenen Thrombose-Fällen festgestellt worden, teilte die EMA am Mittwoch mit. Es gebe insgesamt aber weiter mehr Nutzen als Risiko beim Einsatz des Mittels. Eindeutige Risikofaktoren hätten bisher nicht identifiziert werden können. Deshalb schränke die EMA den Einsatz des Mittels nicht ein. "Spezifische Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht oder Vorgeschichte von (Blut-) Gerinnungsstörungen konnten nicht bestätigt werden, da die seltenen Ereignisse in allen Altersgruppen und bei Männern und Frauen auftreten", sagte Emer Cooke, Leiterin der EMA, auf einer Pressekonferenz in Amsterdam und betonte weiter, das AstraZeneca-Mittel sei ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Pandemie. Sabine Straus, die Vorsitzende des EMA-Sicherheitskomitees, sagte jedoch, dass das Auftreten von Blutgerinnseln vor allem bei "Personen unter 60 Jahren und bei Frauen" vorkomme. Das Risiko, an Covid-19 zu sterben, sei deutlich höher als das Risiko, an den seltenen Nebenwirkungen zu sterben. Wie auch in Deutschland empfehlen bereits mehr als ein Dutzend Länder die Impfung mit AstraZeneca nicht mehr für jüngere Menschen. Dazu gehört nun auch Großbritannien, wo vor allem mit AstraZeneca geimpft wird. Dort sollen die unter 30-Jährigen nun einen anderen Impfstoff erhalten.
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Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) sieht zwar einen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und sehr selten auftretenden Thrombosen bei Geimpften. Der Nutzen des Vakzins sei jedoch deutlich größer als sein Risiko.

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