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Video Explosionen überschatten Geberkonferenz für Afghanistan

In Afghanistan sind in der Provinz Bamiyan mindestens 14 Menschen bei zwei Explosionen ums Leben gekommen, weitere 45 wurden bei den Detonationen entlang einer Einkaufsstraße verletzt, teilten Beamte aus der Region mit. Die beiden Bomben, die am Straßenrand platziert wurden, töteten demnach 12 Zivilisten und zwei Verkehrspolizisten. Die 45 Verletzten seien Gäste der nahe gelegenen Restaurants und Geschäfte gewesen, hieß es. Zunächst war noch unklar, wer die Bomben gebaut oder platziert habe. Die Explosionen rund 150 Kilometer westlich der Hauptstadt Kabul ereigneten sich, während in Genf die Afghanistan-Konferenz abgehalten wurde. Bei der Geberkonferenz sagte unter anderem die EU Hilfen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro zu. Deutschland werde mit jährlich 430 Millionen Euro bis 2024 helfen. Dazu müsse das Land sich dem Friedensprozess verpflichten, erklärte Bundesaußenminister Heiko Maas am Dienstag. Die Nato entscheidet im Februar, ob sie ihren Einsatz fortsetzt oder das Land noch im Frühjahr verlässt. Die USA haben mit dem gestürzten radikal-islamischen Taliban ein Abkommen unterzeichnet, das den schrittweisen Rückzug aller Streitkräfte bis Ende 2021 in Aussicht stellt. Im Gegenzug verpflichteten sich die Taliban unter anderem zu Friedensgesprächen, die jedoch ins Stocken geraten sind. Vergangenen Freitag hatten mehrere Raketen die Hauptstadt Kabul getroffen und zahlreiche Zivilisten getötet und verletzt. Eine Rakete schlug in der Nähe des iranischen Außenministeriums ein. Die Taliban bestritten ihre Beteiligung an den Angriffen. Anfang November hatte zudem der Islamische Staat mitgeteilt, für den Tod von mindestens 35 Studierenden verantwortlich zu sein. Bewaffnete Männer hatten den Campus der Universität Kabul gestürmt.
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Zwei Detonationen erschütterten eine Einkaufsstraße in Bamiyan, bei denen mindestens 14 Menschen getötet und 45 verletzt wurden.

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