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Video Gastronomen schlagen Alarm

Sie machen Lärm. Aus Frust über den wochenlangen Lockdown für Gastronomie und Hotellerie. Und auch aus Frust darüber, dass es für sie keine Aussicht auf Besserung gibt. Vor dem nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf machten am Mittwoch Beschäftigte aus der Gastronomie und dem Hotelgewerbe auf ihre schwierige Lage aufmerksam. Unverständlich finden es hier viele, dass Bund und Länder über breite Öffnungen für diese Branchen erst am 24. März beraten wollen. Mohamed Boudih von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten NGG: "Also wir verstehen, dass der Lockdown nicht sofort komplett aufgehoben werden kann, wir verstehen, dass auch das Gastgewerbe nicht gleich morgen komplett öffnen kann, das verstehen wir. Aber was wir erwarten und was bisher die Politik nicht geliefert hat ist ein Konzept, eine Strategie, eine Öffnungsperspektive, aus der klar hervorgeht, in welchen Schritten unter welchen Bedingungen die gastgewerblichen Betriebe wieder öffnen dürfen. Darüber hat sich die Politik bisher überhaupt keine Gedanken gemacht." Eine klare und schnelle Öffnungsperspektive fordert auch der Geschäftsführer der "Ständigen Vertretung" in Berlin, Jörn Peter Brinkmann. Ohne bessere finanziellen Hilfen vom Staat als bisher drohten viele Insolvenzen, warnt er. Dabei gebe es durchaus Möglichkeiten, wieder zu öffnen. "Die Menschen haben Hunger und Durst und möchten raus, möchten in die Gastro. Man sieht es ja jedes Wochenende. Die Parkanlagen sind voll, wo keinerlei Hygienemaßnahmen eingehalten werden, und wir würden das einhalten. Wir können Kontaktnachverfolgung, wir können Schnelltest. Also hier gibt es wahnsinnig viele Möglichkeiten. Man muss uns einfach vertrauen. Und alle Zahlen belegen ja auch, dass die Gastronomie, Hotellerie, Events in Anführungszeichen kein Treiber ist." Die Hoffnung vieler Beschäftigten in der Gastronomie ist nun, dass wenigstens die Außengastronomie schnell wieder geöffnet werden kann. Vermutlich müssen sich die Gäste dann anmelden und registrieren. Zusätzlich wird wahrscheinlich ein aktueller negativer Corona-Test verlangt.
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Dass Bund und Länder über breite Öffnungen für die Gastronomie sowie Hotels erst am 24. März beraten wollen, löst bei ihnen Unverständnis aus.

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