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Video Gedämpfte Verbraucherlaune

Die Verbraucher gehen dieses Jahr mit gedrückter Stimmung in die für den Einzelhandel verkaufsträchtige Adventszeit. Der Lockdown light habe die Laune "spürbar gedämpft", so die Gesellschaft für Konsumforschung GfK. Eine Einschätzung, die diese Menschen in Köln nur bestätigen können: "Normalerweise, man geht shoppen. Und dann geht man anschließend oder vorher was essen. Das ist jetzt nicht. Also ist das wenig attraktiv." "Aber das eigentliche Stadterlebnis ist natürlich dann schöner, wenn man während oder nach oder vor dem sogenannten Shoppen auch mal irgendwo was essen kann oder einen Kaffee trinken kann." Das Weihnachtsgeschäft macht im Schnitt rund ein Fünftel der Jahreserlöse aus, für manche Unternehmen sogar die Hälfte oder mehr. Vieles hänge jetzt vom Verlauf des Infektionsgeschehens ab, sagt GfK-Experte Rolf Bürkl: "Generell muss man sagen, dass natürlich nach wie vor die Gefahr besteht, dass die Angst vor Arbeitsplatzverlust noch weiter steigen kann. Denn es ist zu befürchten, dass - vor allem auch aufgrund der Verlängerung des Lockdowns - viele Betriebe in der Gastronomie oder auch in der Hotellerie, im Veranstaltungsgewerbe, das nicht überleben werden, in die Insolvenz gehen müssen. Und das führt dann in der Regel zu steigender Arbeitslosigkeit." Und das sind nicht gerade Aussichten, die einen zum Geldausgeben verleiten. Der Handelsverband Deutschland (HDE) passte seine Prognose für das Weihnachtsgeschäft an: Mehr Umsatz im Netz auf der einen Seite, Einbußen für den Handel in der Innenstadt auf der anderen. Mit der Aussicht auf einen Impfstoff gegen Corona ist die Hoffnung verbunden, dass der private Verbrauch nächstes Jahr Impulse erhalten könnte. Doch eine jüngste Umfrage im Auftrag von Reuters lässt darauf schließen, dass es zumindest keinen Konsumschub geben wird: Nur 14 Prozent der Deutschen freuen sich mit der Perspektive auf eine großflächig verfügbare Corona-Impfung darauf, wieder mehr Geld auszugeben und weniger zu sparen.
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Wegen hoher Corona-Infektionszahlen müssen Gastronomie, Freizeit- und Kultureinrichtungen bis zum 20. Dezember geschlossen bleiben. Ab 1. Dezember greifen zudem Regeln für den Einzelhandel, um überfüllte Läden zu vermeiden.

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