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Video Gespannte Ruhe im Tschad

Nach der offiziellen Mitteilung des Todes von Präsident Idriss Deby am Dienstag herrschte im Tschad angespannte Ruhe. Zahlreiche Menschen verließen die Hauptstadt N'Djamena. Die Sorge vor Unruhen und Gewalt war groß. "Wir müssen dafür sorgen, dass dieser Militärrat nicht die Macht übernimmt. Und an alle, die mit Waffen kämpfen: Es ist an der Zeit, die Waffen niederzulegen. Wir, die Tschader, haben es satt. Wir brauchen keine Leute, die mit Waffen die Macht übernehmen, sondern wir müssen uns zusammensetzen und reden und starke Institutionen aufbauen." "Wir schreien. Wir, die Bevölkerung, schreien, weil wir eine Lösung brauchen. Wenn die bewaffnete Opposition mit diesem Präsidenten und diesem Übergang nicht einverstanden ist, müssen wir einen Weg finden, diese Probleme bald zu lösen. Wir brauchen unbedingt einen zivilen Präsidenten, der für diese 18 Monate regieren und die Wahlen organisieren kann." "Wir wollen nicht, dass diese Soldaten die Macht an sich reißen. Wir wollen einen zivilen Übergang, begrenzt auf ein Jahr und sechs Monate. Wir brauchen einen neuen Präsidenten, dies ist keine Monarchie, in der man die Macht vom Vater auf den Sohn überträgt. Wir wollen nur wählen." Offiziere um den Präsidentensohn Mahamat Idriss Deby hatten eine 18-monatige Übergangsregierung angekündigt. Die Rebellen-Koalition FACT lehnte den Plan des Militärs ab. Man werde die Offensive fortsetzen, sagte ein Rebellen-Sprecher. Die FACT war in den letzten Wochen der Hauptstadt immer nähergekommen. Nach Militärangaben wurde der Präsident am Montag bei einem Truppenbesuch im Norden des Landes durch einen Rebellenangriff verletzt und starb später in der Hauptstadt.
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Rebellen lehnen militärische Übergangsregierung ab und drohen mit Vormarsch auf Hauptstadt.

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