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Video Gewerkschaften kündigen Warnstreiks im öffentlichen Dienst an

Im Öffentlichen Dienst drohen nach der Vertagung der Tarifgespräche für die Beschäftigten von Bund und Kommunen Warnstreiks. Sowohl die Gewerkschaft Verdi als auch der Deutsche Beamtenbund kündigten nach erfolglosen Verhandlungen an, dass nun entsprechende Schritte vorbereitet würden. Der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke am Sonntag in Potsdam: "Wir sind deshalb an einem Punkt, wo wir unsere Mitglieder und die Beschäftigten bitten, in den nächsten Tagen und Wochen durch Warnstreik-Maßnahmen die Forderungen der Gewerkschaften nach einer fairen Einkommenssteigerung im öffentlichen Dienst, nach einer besonderen Berücksichtigung der Kolleginnen und Kollegen in dem Gesundheitswesen und in der Pflege und auch eine Arbeitszeit-Angleichung zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland, und zwar schon ab dem kommenden Jahr, zu unterstützen." Innenminister Horst Seehofer beschrieb die zweitägigen erfolglosen Verhandlungen in Potsdam folgendermaßen: "Sie kennen die Situation, dass diese Tarifverhandlungen in außergewöhnlich schwierigen Zeiten stattfinden mit dieser Pandemie und den wirtschaftlichen Folgen dieser Pandemie. Auf der anderen Seite hat der öffentliche Dienst gerade in den letzten Monaten erneut bewiesen, wie bei der Realisierung der deutschen Einheit, wie bei der Flüchtlingsfrage, dass er hoch leistungsfähig ist, dass er qualitativ sehr hochwertig ist." Verdi fordert eine Erhöhung der Entgelte um 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Vergütung der Auszubildenden soll danach um 100 Euro angehoben, die Altersteilzeitregelungen sollen verbessert und die Arbeitszeit im Osten an die im Westen angeglichen werden. Weitere Verhandlungstermine sind in einem Monat für den 22. und 23. Oktober angesetzt.
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Sowohl die Gewerkschaft Verdi als auch der Deutsche Beamtenbund kündigten nach erfolglosen Verhandlungen an, dass Warnstreiks vorbereitet würden.

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