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Video Giffey sieht keinen Grund für präventive Kita-Schließungen

Trotz bundesweit steigender Infektionszahlen sieht Bundesfamilienministerin Franziska Giffey keinen Grund für vorbeugende Schließungen von Kindertagesstätten. Am Freitag sagte sie dazu in Berlin: "Das zeigt eben, dass wir die Bestätigung der Aussage haben, dass Kitas eben nicht die Infektionsherde sind und dass es nicht exponentiell genauso in Kitas anwächst wie an anderen Stellen im gesellschaftlichen Leben." Bis zum 12. Oktober seien seit Beginn der Pandemie im Frühjahr rund 80 Virus-Ausbrüche in Kindertagesstätten und Horten gemeldet worden. Schließungen hätten weniger als ein Prozent der bundesweit über 56.000 Kitas betroffen. Der Regelbetrieb solle daher aufrechterhalten werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn äußerte sich bei dem gemeinsamen Termin in der Bundespressekonferenz am Freitag auch zu dem als Beherbergungsverbot bekannten Einschränkungen für Hotel- und Pensionsübernachtungen für Urlauber, die aus Risikogebieten innerhalb Deutschlands anreisen: "Ich finde das schon auch ein Gebot der Fairness, im Rahmen vorhandener Test-Kapazitäten, nicht mittendrin in einer Reisezeit die Dinge zu verändern. Aber wie gesagt, die Priorität ist sehr klar: Gesundheitswesen geht immer vor Reisen." Am Vortag erst hatten Gerichte in Baden-Württemberg und Niedersachen die dort geltenden Beherbergungsverbote außer Kraft gesetzt. Deutschland bewegt sich also in Richtung Vereinheitlichung der Regeln. Und das ist vor dem Hintergrund der sich wieder ausweitenden Corona-Pandemie auch dringend geboten.
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Bis zum 12. Oktober seien seit Beginn der Pandemie im Frühjahr nur rund 80 Virus-Ausbrüche in Kindertagesstätten und Horten gemeldet worden.

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