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Video Grenze USA-Mexiko: kleines Licht am Ende des Tunnels

Etwa 6.000 Menschen pro Tag haben im April die Grenze zwischen Mexiko und den USA illegal überwunden. Sie kommen hauptsächlich aus Mittelamerika, manche aber auch aus anderen Staaten der Welt. Viele von ihnen fliehen vor Gewalt, Naturgewalten, Armut und Mangelernährung. Bilder von Mittwoch zeigen Menschen, die es geschafft haben, den Grenzfluss Rio Grande zu durchqueren. Er verläuft unmittelbar an der Grenze zwischen Mexiko und den USA entlang. Sind die Geflüchteten einmal auf der anderen Seite angekommen, sind sie in den USA und die Hoffnung auf einen Verbleib in den Staaten steigt. Die Gruppe, die es am Mittwoch geschafft hat, verharrte nach ihrer Ankunft an den Bahngleisen nahe der texanischen Stadt La Joyas - die Grenzschutzbeamten hatten sie hier erwartet. Unter ihnen befanden sich unter anderem viele Minenarbeiter und Familien mit kleinen Kindern. Nicht alle sind aus lateinamerikanischen Staaten, auch Personen aus Armenien und Rumänien seien dabei gewesen, berichtete ein Reuters-Journalist. Die Menschen wurden so weit es ging identifiziert und im Anschluss in ein Behördengebäude gebracht. Ob und welche Personen ins Land gelassen oder abgewiesen wurden, war unklar. Hier Bilder von einem Aufnahmezentrum in Donna, Texas. Drei mit der Angelegenheit vertraute Personen hatten mitgeteilt, dass die Biden-Administration mit einem neuen Aufnahmeprozess begonnen habe, in dem die am meisten gefährdeten Migrierenden identifiziert und aufgenommen werden. Einreisewillige, die ein Ausweisdokument mit sich führen, sollen von nun an aus humanitären Gründen vorerst in den USA bleiben dürfen. Somit wurde der harte Kurs von Bidens Vorgänger Donald Trump etwas entschärft. Dieser hatte unter Berufung auf den Schutz vor dem neuartigen Coronavirus vorgesehen, niemanden ins Land zu lassen. Die Grenzpatrouillen hatten im März fast 170.000 Migrierende festgenommen. Die Zahl hatte damit ein 20-Jahres-Hoch erreicht. Vizepräsidentin Kamala Harris hatte angekündigt, sich am Freitag mit dem mexikanischen Präsidenten Andres Manuel Lopez Obrador zu treffen, um Gespräche über Reisende zu führen, die sich nicht ausweisen können. Mexiko hatte Washington aufgefordert in Mittelamerika und Südmexiko Investitionen vorzunehmen, um Anreize für einen Verbleib der Menschen zu schaffen.
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Asylsuchende mit Ausweisdokument dürfen vorerst im Land bleiben.

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