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Video Große Coronastudie in Reutlingen

Wissenschaftler in Deutschland haben eine landesweite Studie zur Verbreitung des Coronavirus begonnen. Die Experten wollen auch untersuchen, wie gut die bisherigen Gegenmaßnahmen funktionieren. Unter Leitung des Helmholtz Zentrums für Infektionsforschung (HZI) wurden in Reutlingen in Baden-Württemberg 3000 Blutproben genommen, die auf Antikörper untersucht werden sollen. Im Abstand von vier und acht Monaten sollen dann weitere Blutproben in anderen Regionen Deutschland genommen werden. Studienleiter Gerard Krause: "Wir können verschiedene Orte miteinander vergleichen, weil wir dieselbe Methode in den verschiedenen Städten anwenden. Und wir können die Entwicklung über die Zeit nachverfolgen. Wir können also schauen, wie sehr, wie schnell steigt der Anteil der Bevölkerung an, die schon Antikörper haben? Zusätzlich machen wir Teiluntersuchungen, wo wir untersuchen können, wie lange halten die Antikörper eigentlich an, wenn sie erst einmal da sind? Und all diese Daten werden uns helfen, Impfstrategien zu unterstützen." Unterdessen hat die EU-Kommission das Medikament Remdesivir zur Behandlung von Corona-Patienten genehmigt. Damit kann das Mittel des US-Konzerns Gilead nun in den Ländern der EU für bestimmte Erkrankte eingesetzt werden. Ärzte in Deutschland kritisierten die Zulassung als zu schnell. Remdesivir ist eigentlich zur Behandlung von Ebola entwickelt worden.
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Unter Leitung des Helmholtz Zentrums für Infektionsforschung (HZI) soll die Verbreitung des Coronavirus in Deutschland untersucht werden.

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